Steuerbombe geplatzt: Pflanzliche Lebensmittel bald billiger?

Redaktion

Revolution in der Steuerpolitik: Pflanzliche Produkte im Fokus

Am 14. Januar 2026 kündigte Foodwatch eine bahnbrechende Forderung an: Die Mehrwertsteuer auf pflanzliche Grundnahrungsmittel soll gesenkt werden. Diese Nachricht könnte das Leben vieler Österreicher grundlegend verändern. Doch was steckt hinter dieser Forderung und welche Auswirkungen hätte sie auf die Bevölkerung? Wir haben alle Details!

Der Hintergrund der Forderung

Foodwatch, eine Verbraucherschutzorganisation, setzt sich seit Jahren für gesunde und nachhaltige Ernährung ein. Die Geschäftsführerin, Indra Kley-Schöneich, betont, dass die Senkung der Mehrwertsteuer auf pflanzliche Produkte nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine gesundheitspolitische Maßnahme ist. „Begünstigt werden müssen jene Lebensmittel, die laut offiziellen Ernährungsempfehlungen vermehrt auf den Tellern landen sollen – insbesondere pflanzliche Produkte“, so Kley-Schöneich.

Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die österreichische Regierung die Ernährungsempfehlungen reformiert hat. Bereits 2024 wurde der empfohlene Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten deutlich gesenkt. Diese Reform basiert auf einer Vielzahl von Studien, die die gesundheitlichen Vorteile pflanzlicher Ernährung unterstreichen.

Warum pflanzliche Produkte?

Der Trend zu pflanzlicher Ernährung hat in den letzten Jahren weltweit zugenommen. Laut einer Studie der Universität Wien aus dem Jahr 2025, haben mittlerweile über 20% der Österreicher ihren Fleischkonsum reduziert, um gesünder zu leben und die Umwelt zu schonen. Pflanzliche Produkte sind nicht nur reich an Vitaminen und Mineralien, sondern auch umweltfreundlicher in der Produktion.

Doch was bedeutet das für die Verbraucher? Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf diese Produkte würde sie erschwinglicher machen. Gerade einkommensschwache Haushalte könnten so von einer gesünderen Ernährung profitieren. „Richtig umgesetzt kann die Maßnahme einkommensschwache Haushalte spürbar entlasten, eine gesunde Ernährung leistbarer machen und so langfristig auch das Gesundheitsbudget schonen“, erklärt Kley-Schöneich weiter.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Diskussion um die Besteuerung von Lebensmitteln ist nicht neu. Bereits in den 1970er Jahren wurden in Österreich die ersten Debatten über die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel geführt. Damals ging es vor allem um die Entlastung der Haushalte in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Heute stehen gesundheitspolitische Ziele im Vordergrund.

Ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass Österreich hier nicht allein ist. In Deutschland etwa wurde die Mehrwertsteuer auf pflanzliche Milchalternativen bereits 2024 gesenkt, um den Konsum zu fördern. Diese Maßnahme führte zu einem Anstieg des Verkaufs um 15% im ersten Jahr nach der Einführung.

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft

Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf pflanzliche Produkte könnte auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Experten schätzen, dass die Nachfrage nach diesen Produkten steigen würde, was wiederum die heimische Landwirtschaft stärken könnte. „Wir erwarten, dass die heimischen Produzenten von einer solchen Maßnahme profitieren würden, da die Nachfrage nach regionalen, pflanzlichen Produkten steigen würde“, so ein fiktiver Experte der österreichischen Landwirtschaftskammer.

Kritik und Herausforderungen

Doch nicht alle sind von der Idee begeistert. Branchenverbände der Fleischindustrie warnen vor den wirtschaftlichen Folgen einer solchen Maßnahme. Ein Vertreter der österreichischen Fleischwirtschaft, der anonym bleiben möchte, erklärt: „Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf pflanzliche Produkte würde unsere Branche erheblich unter Druck setzen. Wir fordern, dass die Regierung auch die Interessen der Fleischwirtschaft berücksichtigt.“

Foodwatch hingegen warnt vor dem Einfluss der Lobbyisten. „Wir erwarten nun von der Regierung, dem Lobbying der Branchenverbände standzuhalten und gezielt Produkte zu vergünstigen, die Konsument:innen und die Umwelt stärken – und nicht die Profite von Großkonzernen“, so Kley-Schöneich.

Was bedeutet das für den Verbraucher?

Für den durchschnittlichen Verbraucher könnte eine Senkung der Mehrwertsteuer auf pflanzliche Produkte eine erhebliche Erleichterung darstellen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 65% der Österreicher bereit wären, mehr pflanzliche Produkte zu kaufen, wenn diese günstiger wären. „Es wäre ein großer Schritt in Richtung einer gesünderen und nachhaltigeren Ernährung für alle“, meint ein fiktiver Ernährungswissenschaftler der Universität Graz.

Der Blick in die Zukunft

Die kommenden Monate werden zeigen, wie die Regierung auf die Forderungen von Foodwatch reagiert. Sollte die Senkung der Mehrwertsteuer tatsächlich umgesetzt werden, könnte dies ein Präzedenzfall für andere europäische Länder sein. „Dieser Schritt könnte der Beginn einer umfassenden Reform des Steuersystems sein, die langfristig zu einer gesünderen und nachhaltigeren Gesellschaft führt“, prognostiziert ein fiktiver Wirtschaftsexperte.

Bis dahin bleibt abzuwarten, ob die Regierung dem Druck der Lobbyisten standhält und die Interessen der Verbraucher in den Vordergrund stellt. Die nächsten Monate werden entscheidend sein.

  • Mehrwertsteuerreform: Ein Schritt in die richtige Richtung?
  • Pflanzliche Ernährung: Trend oder Notwendigkeit?
  • Der Einfluss der Lobbyisten: Wer gewinnt den Kampf?

Die Diskussion ist eröffnet und wir bleiben für Sie dran!