Klangwelten erwachen: Das sensationelle Konzertfrühjahr 2026 im Kunsthistorischen Museum

Redaktion

Ein musikalisches Highlight im Herzen Wiens

Das Kunsthistorische Museum Wien hat für das Frühjahr 2026 ein spektakuläres Programm auf die Beine gestellt, das Musikliebhaber aus aller Welt in die österreichische Hauptstadt locken wird. Die Sammlung alter Musikinstrumente wird zur Bühne für ein Konzertfrühjahr, das historische Klänge mit moderner Interpretation verbindet. Unter dem Motto ‚Klangräume eröffnen‘ verspricht das Museum ein unvergessliches Erlebnis für alle Sinne.

Historische Instrumente im Rampenlicht

Die Sammlung alter Musikinstrumente im Kunsthistorischen Museum zählt zu den bedeutendsten ihrer Art weltweit. Mit über 700 Objekten, von höfischen Prunkstücken bis zu Experimentalinstrumenten, bietet sie einen einzigartigen Einblick in die europäische Musikkultur. Hier verschmelzen Geschichte, Klang und Forschung zu einer inspirierenden Begegnung mit dem kulturellen Erbe Europas.

Das Konzertprogramm im Frühjahr 2026 stellt diese historischen Instrumente in den Mittelpunkt. Von Klaviermusik der deutschen Romantik auf historischen Hammerflügeln bis zu Gambenmusik des 16. und 17. Jahrhunderts – das Angebot ist so vielfältig wie die Sammlung selbst.

Die Höhepunkte des Konzertfrühjahrs

Zwischen Donau und Moldau

Am 15. März 2026 wird das Konzert ‚Zwischen Donau und Moldau‘ die Zuhörer in die Epoche der deutschen Romantik entführen. Die renommierten Pianisten Edoardo Torbianelli und Mikayel Balyan präsentieren Klaviermusik für zwei und vier Hände auf historischen Hammerflügeln. Die Instrumente von Nannette Streicher und Conrad Graf sind bekannt für ihren charaktervollen, transparenten Klang, der die Klangwelt des 19. Jahrhunderts lebendig werden lässt.

Die Romantik ist bekannt für ihre emotionale Tiefe und den reichen Farbenreichtum. Diese Ära der Musikgeschichte zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, Sehnsucht und Intimität in musikalische Erzählungen zu verwandeln. Die Werke von Franz Schubert und Robert Schumann, die an diesem Abend aufgeführt werden, sind Beispiele für diese unverwechselbare musikalische Sprache.

Klangreise mit zwei Gamben

Ein weiteres Highlight ist die ‚Klangreise mit zwei Gamben‘ am 19. April 2026. Die Musiker Christophe Coin und Rebeka Rusó präsentieren historische Instrumente von Jacob Stainer, die in einen spannungsvollen Dialog treten. Die Gambe, ein Streichinstrument, das im 16. und 17. Jahrhundert populär war, wird in ihrer historischen Baukunst und musikalischen Interpretation erlebbar gemacht.

Die Gambe war einst das bevorzugte Instrument der Hofmusiker und wurde für ihre warme, resonante Klangqualität geschätzt. Dieses Konzert bietet die seltene Gelegenheit, diese Klangwelt in ihrer ursprünglichen Form zu erleben.

Tanzen ohne Tänzer

Den Abschluss des Konzertfrühjahrs bildet die Soirée ‚Tanzen ohne Tänzer‘ mit dem Ensemble Phantasm am 16. Juni 2026. Als eines der profiliertesten Gambenconsorts bringt Phantasm ’stilisierte‘ Tanzmusik des 16. und 17. Jahrhunderts auf die Bühne. Die Werke von Anthony Holborne, John Dowland, John Jenkins und William Lawes zeigen die reichen Ausdrucksmöglichkeiten einer Musik, die nie bloß Begleitung bleibt.

Diese Musik, die ursprünglich für gesellschaftliche Anlässe komponiert wurde, entfaltet in der Interpretation von Phantasm eine neue, intensive Ausdruckskraft. Die Zuhörer werden in eine Zeit versetzt, in der Musik ein integraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens war.

Unerhört! – Ein neues Vermittlungsformat

Seit 2025 bietet die Sammlung alter Musikinstrumente das kompakte Vermittlungsformat ‚Unerhört!‘, das Einblicke in Forschung und Sammlungspraxis gibt. Diese Veranstaltungen, die etwa fünf Mal pro Jahr stattfinden, richten sich an ein neugieriges Publikum, das Klanggeschichte konzentriert erleben möchte.

Am 5. März 2026 findet die vierte Ausgabe der Reihe unter dem Titel ‚Table for four – The String Quartet at Home‘ statt. Im Mittelpunkt steht ein Quartetttisch aus dem 18. Jahrhundert, der für Streichinstrumentalisten konzipiert wurde. Dr. Lidia Chang wird Einblicke in ein außergewöhnliches Stück Kammermusikgeschichte geben, begleitet vom Nouma Quartett.

Regelmäßige Führungen für ein internationales Publikum

Das Führungsangebot der Sammlung alter Musikinstrumente wird 2026 weiter ausgebaut. Regelmäßige Führungen sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache eröffnen fundierte Einblicke in die ständige Sammlung und sprechen gezielt auch ein internationales Publikum an.

Die Führungen bieten die Möglichkeit, die einzigartigen Instrumente der Sammlung aus nächster Nähe zu erleben und mehr über ihre Geschichte und Bedeutung zu erfahren. Dies ist eine großartige Gelegenheit für Besucher, die mehr über die europäische Musikkultur erfahren möchten.

Ein klingendes Kulturerbe

Die Bedeutung der Sammlung alter Musikinstrumente als klingendes Kulturerbe kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie macht Wien als Zentrum europäischer Musikkultur lebendig erfahrbar und bietet eine inspirierende Begegnung mit dem kulturellen Erbe Europas.

Diese Sammlung ist nicht nur ein Ort der Bewahrung, sondern auch ein Ort der Entdeckung und des Dialogs. Durch die Konzerte und Vermittlungsformate wird die Sammlung zu einem lebendigen Resonanzraum, in dem historische Instrumente in einen Dialog mit Forschung, Interpretation und Publikum treten.

Fazit: Ein Muss für Musikliebhaber

Das Konzertfrühjahr 2026 in der Sammlung alter Musikinstrumente im Kunsthistorischen Museum Wien ist ein absolutes Muss für alle, die sich für Musik und Geschichte interessieren. Die Kombination aus historischen Instrumenten, hochkarätigen Künstlern und innovativen Vermittlungsformaten bietet ein einzigartiges Erlebnis, das sowohl Kenner als auch Neulinge begeistern wird.

Für weitere Informationen und Tickets besuchen Sie die Website des Kunsthistorischen Museums: https://www.khm.at/ausstellungen/sammlung-alter-musikinstrumente.