Wien (OTS) – Die Menschenrechtsorganisation Südwind ist tief besorgt
über den
Förderstopp für die Anti-Rassismus-Beratungsstelle ZARA. Dass damit
eine der wichtigsten Anlaufstellen für Betroffene von Hass im Netz
und Rassismus in Österreich eingestellt zu werden droht, ist nicht
hinnehmbar.
„Die Entscheidung, ZARA die finanzielle Grundlage zu entziehen,
ist ein großer Fehler! Gerade in Zeiten von zunehmender digitaler
Gewalt und anhaltender Diskriminierung braucht es unabhängige
Beratungsangebote für Betroffene“, betont Südwind-Geschäftsführer
Konrad Rehling. „Niederschwellige Beratungsstellen wie ZARA leisten
einen unschätzbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt
und den Schutz von Menschenrechten in Österreich. Ihr Wegfall würde
jene besonders hart treffen, die erschwerten Zugang zu Unterstützung
haben, sowie auch von Rassismus betroffene Frauen, die digitaler
Gewalt ohnehin überproportional ausgesetzt sind.“
Die Organisation fordert daher Solidarität mit ZARA, eine rasche
Neubewertung der Entscheidung von Ministerin Claudia Bauer sowie die
Sicherstellung einer nachhaltigen Finanzierung, um die Fortführung
der wichtigen Arbeit von ZARA zu gewährleisten.