Wien (OTS) – Bereits zum fünften Mal laden die Wiener Festwochen |
Freie Republik
Wien , die ERSTE Stiftung und das Institut für die Wissenschaften vom
Menschen (IWM) zur Rede an Europa ein, die heuer von der renommierten
amerikanisch-polnischen Historikerin und Autorin Anne Applebaum
gehalten wird.
Unter dem Titel „The European Moment” geht sie der Frage nach, ob
die Stunde Europas gekommen ist und wodurch sich dieser historische
Moment auszeichnet.
Galten Systeme der Unterdrückung, Gewalt und autoritären
Kontrolle im Westen bis vor Kurzem als Anomalien, werden sie
mittlerweile zunehmend als tragfähige Gesellschafts- und
Regierungsmodelle angesehen. Doch welche Optionen hat Europa
angesichts einer zerfallenden Weltordnung? Welche Einsichten aus den
Erfahrungen des 20. Jahrhunderts werden in diese Entscheidung
einfließen? Wird es der „Alten Welt“ gelingen, sich als glaubwürdige
Alternative zur Rückkehr rückwärtsgewandter Ideen zu positionieren?
Applebaum ist überzeugt: Wie Europa diese Fragen beantwortet,
wird nicht nur den Kurs Europas prägen, sondern auch das Schicksal
der Welt.
Über die Rednerin
Anne Applebaum ist preisgekrönte Historikerin, Redakteurin (Staff
Writer) bei The Atlantic und Senior Fellow am SNF Agora Institute der
Johns Hopkins University. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen
zählen Bücher wie Roter Hunger – Stalins Krieg gegen die Ukraine ,
Der Eiserne Vorhang: Die Unterdrückung Osteuropas 1944–1956 und Der
Gulag, das 2004 mit dem Pulitzer-Preis für Sachliteratur
ausgezeichnet wurde, sowie jüngst der Bestseller Die Achse der
Autokraten. Korruption, Kontrolle, Propaganda: Wie Diktatoren sich
gegenseitig an der Macht halten.
Über die Rede an Europa
Die Rede an Europa wurde 2019 von der ERSTE Stiftung ins Leben
gerufen, um renommierten Intellektuellen die Möglichkeit zu geben,
einer breiten Öffentlichkeit Denkanstöße für die Zukunft des
europäischen Projekts zu geben. Sie ist eine gemeinsame Veranstaltung
der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, der ERSTE Stiftung und
des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), in
Kooperation mit dem Jüdischen Museum Wien.
Mit ihrer Rede folgt Anne Applebaum auf Historiker Timothy
Snyder, Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matwijtschuk, Philosoph
Omri Boehm und Politikwissenschaftlerin Lea Ypi. Der Ort der
Veranstaltung, der Wiener Judenplatz, erinnert daran, dass Europa nur
im Spiegel seiner Geschichte verstanden werden kann.
Die Rede findet in englischer Sprache und grundsätzlich auch bei
Schlechtwetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte
beachten Sie, dass vor Ort keine Sitzgelegenheiten zur Verfügung
stehen. Die Rede wird zusätzlich via Livestream auf www.festwochen.at
übertragen.
Eine Rede an Europa mit Anne Applebaum
Datum: 13.5.2026, um 18:00 Uhr
Ort: Judenplatz
1010 Wien
Url: https://www.festwochen.at/eine-rede-an-europa-2026