Wien (OTS) – Anlässlich der aktuellen Debatte über die Höhe der
Lebensmittelpreise
verweist die Umweltschutzorganisation WWF Österreich auf das
ungenutzte Potenzial einer Reduktion der Lebensmittelverschwendung. “
Ein wirksames Maßnahmenpaket der Bundesregierung würde der Umwelt
helfen, könnte die Nachfrage preismindernd reduzieren und
Armutsbetroffene direkt unterstützen ”, sagt WWF-Experte Dominik
Heizmann. “Die Produktion von Lebensmitteln verbraucht wertvolle
Ressourcen wie Wasser, Energie und fruchtbaren Boden. Angesichts der
Klima- und Biodiversitätskrise und aufgrund der hohen Inflation
können wir es uns nicht länger leisten, dass derart viele
Lebensmittel ungenutzt im Müll landen. Daher sollte eine Reduktion
der Verschwendung in jedes Anti-Teuerungspaket integriert werden”,
fordert Heizmann.
Allein in Österreich werden jährlich mehr als 1,2 Millionen
Tonnen Lebensmittel nicht gegessen, was im Schnitt 135 Kilo pro Kopf
entspricht. Daher legt der WWF der Bundesregierung ein fünf Punkte
umfassendes Paket vor. Dazu zählen insbesondere verbindliche
Reduktionsziele für alle Branchen der Lebensmittelkette, die
Ausweitung der Meldepflicht für Lebensmittelabfälle, klare Regeln für
den Umgang mit Überschüssen und die Erleichterung von
Lebensmittelspenden an Armutsbetroffene. Letzteres steht auch im
Regierungsprogramm. “Die Überarbeitung der rechtlichen
Rahmenbedingungen für Lebensmittelspenden ist längst überfällig und
könnte rasch umgesetzt werden”, sagt Heizmann.
Zugleich fordert der WWF konkrete Maßnahmen, die der Entstehung
von Lebensmittel-Überschüssen vorbeugend entgegenwirken. “Nur so
können wir auch die angekündigten EU-Ziele zur verbindlichen
Reduktion von Lebensmittelabfällen erreichen”, sagt Dominik Heizmann
vom WWF.