Wien (OTS) – Die Einigung der ÖVP-SPÖ-NEOS-Bundesregierung auf das
Doppelbudget
wird von der Freiheitlichen Wirtschaft (FW) als völlig unzureichend,
mutlos und wirtschaftsfeindlich zurückgewiesen. Zwar ist die
angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt
grundsätzlich ein richtiger Schritt. Jedoch müssen die Betriebe einen
wesentlichen Teil, über Steuererhöhungen wieder selbst finanzieren.
Das die Entlastung erst ab dem Jahr 2028 greifen soll, ist angesichts
der dramatischen Lage vieler Betriebe schlicht realitätsfremd.
Für tausende Unternehmen, die bereits heute unter massivem
Kostendruck stehen, heißt das: weiter warten, weiter zahlen, weiter
kämpfen. Eine Entlastung, die erst in zwei Jahren wirkt, hilft keinem
Betrieb, der heute mit hohen Energiepreisen, steigenden
Personalkosten, schwacher Nachfrage und überbordender Bürokratie
konfrontiert ist.
„Die Bundesregierung verkauft eine verspätete Teilentlastung als
großen Wurf. In Wahrheit ist das zu wenig, zu spät und für viele
Betriebe schlicht keine Antwort auf die Realität“, kritisiert die
Freiheitliche Wirtschaft.
Besonders alarmierend ist die geplante höhere Körperschaftsteuer
für erfolgreiche Unternehmen. Wer investiert, Arbeitsplätze schafft,
Verantwortung trägt und Wachstum ermöglicht, soll künftig stärker zur
Kasse gebeten werden. Das ist kein Standortimpuls, sondern eine
Bestrafung von Leistung. Gerade in einer wirtschaftlich angespannten
Phase braucht Österreich keine neuen Steuerfantasien, sondern
Entlastung, Planungssicherheit und echte Reformen.
FW-Bundesobmann Matthias Krenn findet dazu klare Worte: „Diese
Budgeteinigung ist ein Schlag ins Gesicht unserer Unternehmer.
Entlastungen auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben und
gleichzeitig neue Steuerbelastungen für erfolgreiche Betriebe
vorzubereiten, ist verantwortungslos und brandgefährlich für unseren
Standort. Die Freiheitliche Wirtschaft lehnt jede Form von
Steuererhöhungen entschieden ab. Gerade jetzt braucht es rasche,
spürbare und nachhaltige Entlastung statt zusätzlicher Belastungen.
Der ideologisch getriebene Klassenkampf der SPÖ auf dem Rücken der
Betriebe gefährdet Arbeitsplätze, Investitionen und Wachstum.
Beschämend ist, dass sich ÖVP und NEOS als angebliche
Wirtschaftsparteien von den Sozialisten am Nasenring durch die
Budgetarena ziehen lassen. Unsere fleißigen und leistungsbereiten
Unternehmen werden das bestimmt nicht so schnell vergessen.“