450 Expert:innen trainieren Zukunft der Mobilität beim österreichischen Fahrlehrertag 2026

Wien (OTS) – Beim österreichischen Fahrlehrertag 2026 wird das
Fahrsicherheitsgelände am Red Bull Ring in Spielberg erneut zum
zentralen Treffpunkt der Branche: Rund 450 Fahrlehrer:innen,
Prüfer:innen und Instruktor:innen nutzen an zwei Tagen die
Gelegenheit, ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten auf den
neuesten Stand zu bringen. Mit einem Fuhrpark von rund 100 Fahrzeugen
steht intensives Training in realitätsnahen Szenarien im Fokus – von
richtigem Verkehrsverhalten über den Einsatz moderner
Assistenzsysteme bis hin zu energieeffizientem Fahren und der
optimalen Reifenwahl.

„Mit dieser österreichweit und international einzigartigen
Veranstaltung, die Theorie und Praxis kombiniert, bieten wir als
Branchenvertretung zwei Tage lang eine attraktive Gelegenheit, bei
der Akteure der Führerscheinausbildung ihre
Weiterbildungsverpflichtungen erfüllen können“, berichtet Joachim
Steininger, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des
Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Breites Themenspektrum von Elektromobilität bis Recht

Das Theorieschulungsprogramm deckt zentrale Zukunftsthemen ab:
Elektromobilität, aktuelle gesetzliche Neuerungen im Straßenverkehr,
Haftungsfragen sowie technologische Trends – vom Zweirad über Pkw bis
hin zu Lkw und Bussen. Ergänzt wird das Angebot durch praxisnahe
Tipps für den Fahrschulunterricht und die Prüfertätigkeit.

Praxisnahes Training mit modernster Fahrzeugtechnik

Im praktischen Teil stehen für die Führerscheinklassen im Pkw-
und Motorradbereich 50 neue Bikes und Pkw mit Elektro-, Hybrid- und
Verbrennungstechnologie zum Testen am Parkour und Fahrten im
öffentlichen Straßenverkehr zur Verfügung. Die Bandbreite reicht vom
kompakten Stadtflitzer bis hin zu leistungsstarken Hybrid- und
Elektroautos mit hoher Reichweite und modernsten Assistenzsystemen.

Auch im Schwerverkehrsbereich bietet der Fahrlehrertag besondere
Highlights: Für die Klassen C und D können Teilnehmer:innen selbst
schwere Lkw, Fahrzeugkombinationen mit Anhängern sowie Busse lenken.
Erstmals kommen dabei auch vollelektrische Fahrschul-Lkw zum Einsatz.

„Mit den E-Lkw führen wir teilbeladen und bis 40 t hzG
vollbeladen Stromsparübungen durch“, schildert Steininger. Eine
entsprechende Ladeinfrastruktur mit rund 50 Ladepunkten für Schnell-
und Normalladung ist vor Ort sichergestellt.

Für die Führerscheinausbildung von Menschen mit körperlicher
Behinderung stellen die Fahrschulen Spezialfahrzeuge zur Verfügung.
Der barrierefreie Einstieg erfolgt über eine Rampe, sodass
Rollstuhlnutzer direkt ins Fahrzeug einfahren können. Die
Teilnehmer:innen können Fahrzeuge testen, die mittels Zweiwege- und
Vier-Wege-Joystick, Mini-Lenkrad bis hin zum Gas-Bremsschieber
gesteuert werden. Über Touch-Systeme bzw. eine Sprachsteuerung werden
Blinker, Licht oder Hupe bedient. „Erstmals üben damit die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Fahrzeugen, die es selbst
schwerstbehinderten Menschen ermöglichen, ein Auto eigenständig und
sicher zu lenken“, berichtet Stefan Ebner, Geschäftsführer des
Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs.

Qualität, Nachhaltigkeit und Zukunft im Fokus

Mit dem österreichischen Fahrlehrertag sollen Fahrlehrer:innen
und Prüfer:innen fit für die Zukunft gemacht werden. Ziel des
Fachverbands ist es, weiterhin hohe Qualitätsstandards bei der
Führerscheinausbildung zu etablieren. Thematische Schwerpunkte sind
unter anderem Klimaschutz, Nachhaltigkeit, assistiertes Fahren,
Mikromobilität sowie neue Ausbildungsmodelle im Zuge der EU-
Führerscheinrichtlinie.

„Der österreichische Fahrlehrertag zeigt, wie
Fahrschulbesitzer:innen, Lehrpersonal und Prüfer:innen gemeinsam an
einem Strang ziehen, um höchste Ausbildungsqualität und ein modernes
Kundenerlebnis zu gewährleisten. Damit ist diese Veranstaltung ein
europaweites Vorzeigemodell“, so Ebner abschließend. (PWK103/DFS)