Wien (OTS) – „Plattformen verdienen Milliarden bei Finanzbetrug mit
Betrugs-
Deepfakes mit. Meldungen werden von Meta, TikTok und Google
ignoriert. Das muss endlich ein Ende haben. Wir begrüßen deshalb
sehr, dass jetzt gegen diesen breit angelegten Deepfake-Betrug
vorgegangen wird. Die Arbeiterkammer macht mit ihrer Beschwerde an
die EU-Kommission Nägel mit Köpfen. Jetzt muss die Kommission
handeln“, sagt Süleyman Zorba, Digitalisierungssprecher der Grünen.
Erst kürzlich haben Ermittler einen Kryptobetrüger auffliegen
lassen, der allein in Österreich 26 Millionen Euro mit Deepfake-
Betrug abgezockt hat. Zorba: „Das ist nur die Spitze eines
milliardenschweren Eisbergs, und die Plattformen verdienen an dieser
Betrugsmasche mit. Damit die Abzocke nämlich überhaupt funktioniert,
muss sie über Social Media Werbung unters Volk gebracht werden. Meta,
Tiktok und Google schauen weg und kassieren kräftig über
Werbeeinnahmen für Betrugs-Ads mit.“
Erst kürzlich haben Reuters-Berichte offengelegt, dass Meta 15
Millionen Scam-Werbungen, also betrügerische Werbungen, an User:innen
ausspielt und damit offenbar allein im Jahr 2024 16 Milliarden Dollar
umgesetzt hat. Das sind 10 Prozent des gesamten Jahresumsatzes.
Zorba führt aus: „An sich müssten Plattformen wie Meta oder
TikTok Meldemöglichkeiten für derartigen Betrug einrichten und auf
Meldungen reagieren. Dazu verpflichtet sie der Digital Servies Act.
Aber die Arbeiterkammer hat jetzt nachgewiesen: Selbst, wenn Trusted
Flagger wie die Arbeiterkammer bei Plattformen derartigen Betrug
melden, bleiben die betrügerischen Finanzwerbungen online.“
Mehr als jede zweite Meldung wurde laut Arbeiterkammer von den
Plattformen zurückgewiesen oder ignoriert. „Es wird Zeit, dass EU-
Gesetze gegen Plattformen rigoros durchgesetzt werden“, betont Zorba.