Wien (OTS) – Die Bundesregierung hat entschieden: Die gesetzlichen
Pensionen
steigen im kommenden Jahr regulär um 2,95 Prozent – damit liegt die
Erhöhung erneut unter der tatsächlichen Teuerung. „Eine volle
Inflationsabgeltung, wie sie das Gesetz eigentlich vorsieht, bleibt
damit zum wiederholten Mal aus“, kritisiert Monika Kemperle,
Vorsitzende der ÖGB-Pensionist:innen.
Kaufkraft sinkt – trotz Anpassung
„Zurückhaltung bei der Inflationsabgeltung ist das falsche
Signal. Schon im vergangenen Jahr mussten viele Pensionist:innen
reale Kürzungen hinnehmen. Der Alltag wird aber konstant teurer.
Lebensmittel, Medikamente und Mieten werden aufgrund der Inflation zu
einer immer größeren finanziellen Belastung für ältere Menschen“, so
die Gewerkschafterin weiter.
Millionenvermögen stärker besteuern statt Pensionen kürzen
Kemperle betont, dass “Pensionist:innen bereits ihren Beitrag zur
Budgetsanierung geleistet haben – während große Vermögen, Konzerne
und Banken weiter geschont werden”.
„Was wir brauchen, sind deutlich höhere Steuern auf
Millionenvermögen und Millionenerbschaften, um aus der Budgetmisere
zu kommen. Es kann nicht sein, dass jene, die am meisten haben, am
wenigsten beitragen – während Pensionist:innen sich im Alltag immer
weniger leisten können. Wer das Budget sanieren will, muss endlich
dort ansetzen, wo das Geld ist“, so Kemperle.
Der ÖGB fordert:
– Volle Inflationsabgeltung für alle Pensionist:innen ab 2027 – so
wie es das Gesetz vorsieht
– Höhere Steuern auf Millionenvermögen und Millionenerbschaften
– Gerechte Budgetsanierung : Dort ansetzen, wo das Geld ist – nicht
bei den Pensionen
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein. www.oegb.at