Wien (OTS) – Die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) startet
den neuen
Vorsorgepass. „Der Vorsorgepass schafft einen Überblick über die
individuellen Vorsorgemaßnahmen, zeigt den persönlichen Vorsorge-
Status und belohnt Prävention“, erklärt SVS-Obmann Peter Lehner
Mittwochvormittag bei der Präsentation des Vorsorgepasses mit dem
Vizepräsidenten der Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie
niedergelassene Ärzte Dr. Edgar Wutscher, dem Präsidenten der
Österreichischen Krebshilfe Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, der
Präsidentin der Zahnärztekammer Dr. Birgit Vetter-Scheidl und der
leitenden Ärztin der SVS Dr. Isabella Bauer-Rupp. „Der Vorsorgepass
motiviert 1,3 Millionen Versicherte, Präventionsmaßnahmen
wahrzunehmen, ist damit die größte Vorsorgeaktion Österreichs und
unterstreicht die Rolle der SVS als Vorreiter in der Prävention“,
sagt Lehner.
Der Vorsorgepass umfasst aktuell zum Start des Programms folgende
Maßnahmen:
– Vorsorgeuntersuchung für alle ab 18 Jahren
– Gesundheitscheck Junior: die „Vorsorgeuntersuchung“ für die junge
Generation zwischen 6 und 18 Jahren
– Krebsvorsorgeuntersuchungen: Gebärmutterhalskrebs für Frauen ab 18,
Brustkrebsfrüherkennung für Frauen ab 45, Prostatakrebsvorsorge für
Männer ab 45 und Darmkrebsvorsorge für Frauen und Männer ab 45
– Impfungen: jährliche Grippeimpfungen für alle Generationen, Herpes
Zoster und Pneumokokken ab 60 Jahre
– Jährliche Mundhygiene
SVS-Versicherte erhalten für jede einzelne absolvierte Maßnahme
Punkte. Diese werden in einen Bonus umgewandelt, den sich der
Versicherte jederzeit auszahlen lassen kann. 500 Punke werden zu 50
Euro, 1.000 Punkte zu 100 Euro usw. Neben dem Bonussystem gibt es ein
Statusprogramm mit drei Level: Bronze, Silber, Gold. Bronze-Level
erreicht man mit dem Absolvieren der Vorsorgeuntersuchung. Der Silber
-Status markiert die Hälfte aller zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen und
der Goldstatus steht für das komplette Programm. Der SVS-Vorsorgepass
kann in der svsGO App oder online im Webportal abgerufen werden. Für
all jene, die svsGO – noch – nicht nutzen, kann mit
Terminvereinbarung in den Kundencentern und bei den Beratungstagen
das Programm aktiviert werden. Es werden alle Vorsorgeaktivitäten
seit Anfang 2026 berücksichtigt. Die einzelnen Maßnahmen werden
automatisch gutgeschrieben. Basis dafür ist die Leistungsabrechnung
des Arztes. Für den Versicherten bedeutet das, dass die Maßnahmen
nicht gesondert eingereicht werden müssen. Die Auszahlung kann ganz
einfach in der svsGO App und im Webportal mit dem Click auf den
Button „Auszahlung“ erfolgen – beziehungsweise über die Kundencenter
und Beratungstage. Der Vorsorgepass gilt für alle, die bei der SVS
krankenversichert sind und ihre mitversicherten Angehörigen.
„Wir haben ein Budget von 50 Millionen Euro jährlich für die
Bonus-Auszahlungen vorgesehen. Ziel ist, die Vorsorgemaßnahmen um 10
Prozent jährlich zu steigern“, erläutert Lehner und betont: „Wir
heben damit Vorsorge auf die nächste Ebene und gehen in der Vorsorge-
Transformation einen entscheidenden Schritt weiter. Wir bieten das
Angebot, schaffen einen neuen, starken Anreiz und möchten so die
Akzeptanz und die Nutzung erhöhen. Dazu braucht es
Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Gesundheitskompetenz.“
Krebsvorsorge: Chancen auf ein gesundes Überleben erhöhen
„Die etablierten Früherkennungsuntersuchungen, wie sie im
Vorsorgepass empfohlen werden, können bei diesen Krebserkrankungen
die Chancen auf ein gesundes Überleben erhöhen“, erklärt der
Präsident der österreichischen Krebshilfe Univ.-Prof. Dr. Paul
Sevelda und unterstreicht die Bedeutung eines gesunden Lebensstils
und weiterer Vorsorgemaßnahmen: „Noch wirksamer sind Maßnahmen, die
die Entstehung einer Krebserkrankung verhindern können, wie das
Vermeiden von Übergewicht durch regelmäßige Bewegung, vernünftige
Ernährung sowie der Verzicht auf sämtliche Formen des Nikotinkonsums
und schließlich die HPV-Impfung aller Jugendlichen bis zum 21.
Lebensjahr, die kostenlos in Österreich angeboten wird und sechs
Krebserkrankungen sehr wirksam verhindern kann.“
Mit Vorsorge Risikofaktoren erkennen
„Vorsorge ist mehr als die Krebsvorsorge, denn mit der Vorsorge
werden Risikofaktoren rechtzeitig erkannt und idealerweise
Erkrankungen, wie etwa Hypertonie, Übergewicht oder Diabetes
verhindert”, sagt Dr. Edgar Wutscher, Vizepräsident der
Österreichischen Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie
niedergelassene Ärzte. Vorsorgeuntersuchungen bedeuten Zeit für den
Patienten: „Das Gespräch steht bei Vorsorgeuntersuchungen im
Vordergrund”, sagt Wutscher. Darin gehe es nicht nur um
Risikofaktoren für Erkrankungen, sondern auch um Prävention durch
Impfungen sowie natürlich die Krebsvorsorge und Suchtverhalten. „Ein
umfassendes Vorsorgeprogramm kann helfen, die gesunden Lebensjahre zu
erhöhen”, betont Wutscher.
Mundgesundheit in Österreich verbessern
„Gerade in der Zahnmedizin ist Prävention ein nachgewiesener Faktor,
um die Anzahl der gesunden Lebensjahre der Bevölkerung sowohl im zahn
– als auch im humanmedizinischen Bereich zu erhöhen. Aus diesem Grund
freut es mich sehr, dass zahnmedizinische Prävention Eingang in den
neuen Vorsorgepass der SVS gefunden hat und die SVS dadurch die
Agenda der Österreichischen Zahnärztekammer, die Mundgesundheit in
Österreich zu verbessern, unterstützt“, betont die Präsidentin der
Zahnärztekammer Dr. Birgit Vetter-Scheidl.
Prävention schützt Gesundheit
„Wir Ärzte und Ärztinnen sind tagtäglich damit konfrontiert, was der
Verlust an Gesundheit für Menschen bedeutet. Nicht nur für die
Betroffenen selbst, sondern auch für ihr Umfeld“, sagt die leitende
Ärztin der SVS Dr. Isabella Bauer-Rupp und ergänzt: „Prävention
schützt Gesundheit, bevor Krankheit entsteht. Damit Prävention
gelingt, braucht es neben der ärztlichen Begleitung das Bewusstsein
der Menschen, für ihre eigene Gesundheit mitverantwortlich zu sein.“
Weitere Informationen:
svs.at/vorsorgepass