Brüssel/Wien (OTS) – Das Europäische Parlament hat heute die neue
EU-Verordnung zur
Vergabe von Bahnkapazitäten final angenommen. Ziel ist es, mehr
Personen- und Güterverkehr auf Europas überlastete Schienennetze zu
bringen. Die Reform verändert erstmals europaweit, wie
Bahnkapazitäten geplant und koordiniert werden und gilt als wichtiger
Schritt in Richtung eines gemeinsamen europäischen Bahnraums. Neue
gemeinsame Regeln und Planungsmechanismen sollen grenzüberschreitende
Engpässe reduzieren und Konflikte zwischen Personen- und Güterverkehr
besser lösen.
„Bahnfahren ist das klimafreundlichste Verkehrsmittel, das wir
haben. Aber das europäische Bahnsystem ist veraltet und passt nicht
mehr zu den Bedürfnissen der Menschen. Es ist Zeit, es endlich zu
reparieren. Das Europäische Parlament hat den ursprünglichen
Vorschlag in den Verhandlungen deutlich verbessert, mit stärkerer
europäischer Aufsicht, besseren Regeln für grenzüberschreitende
Verbindungen und einem europaweiten Sanktionssystem bei kurzfristigen
Streckensperren oder Zugausfällen“, sagt die grüne Europaabgeordnete
Lena Schilling.
„Heute wurde ein weiterer wichtiger Schritt für die Bahn
beschlossen. Aber genau solche Schritte entscheiden darüber, ob
Europa endlich ein Verkehrssystem schafft, das klimafreundlich,
leistbar und alltagstauglich ist“, so Schilling.
„Am Ende geht es um eine einfache Frage: Können sich Menschen
tatsächlich für den Zug entscheiden? Genau daran muss europäische
Verkehrspolitik gemessen werden. Menschen leben, arbeiten und reisen
längst über Grenzen hinweg, trotzdem wurde das klimafreundlichste
Verkehrssystem Europas jahrelang vernachlässigt. Das muss sich
ändern. Gute Zugverbindungen schützen das Klima, schaffen europäische
Jobs und geben Menschen endlich eine echte Alternative zu teuren und
klimaschädlichen Flügen“, sagt Elisabeth Götze, Verkehrssprecherin
der Grünen.
„Wer ein Europa für die Menschen bauen will, muss konsequent in
leistbare und nachhaltige Mobilität investieren“, so Schilling und
Götze abschließend.