Wien (OTS) – Auch im Sommer 2026 sind die Awareness-Teams, dank
Förderung durch
die Stadt Wien – Bildung und Jugend wieder an stark frequentierten
Orten in Wien unterwegs. Insgesamt drei mobile Teams werden an
Wochenend-Nächten im öffentlichen Raum präsent sein und
niederschwellige Unterstützung dort anbieten, wo viele Menschen
zusammenkommen.
Das Projekt „Awareness im öffentlichen Raum“ startete damit bereits
in seine sechste Runde – getragen von den durchweg positiven
Rückmeldungen der vergangenen Jahre. Awareness wird dabei als Teil
einer sorgenden städtischen Struktur verstanden: sichtbar,
ansprechbar und unmittelbar vor Ort.
„Die Awareness-Teams sind im Sommer zu einem festen Bestandteil
des Wiener Nachtlebens geworden. Gerade in einer Großstadt wie Wien
zählt es, dass Menschen aufeinander achtgeben. Genau dabei helfen die
Teams: Sie hören zu, sie schlichten bei Konflikten und sie sorgen
dafür, dass der öffentliche Raum auch nachts ein Ort bleibt, an dem
man sich sicher fühlt. Damit leisten die Awareness-Teams wertvolle
Arbeit für ein gutes Miteinander in Wien“, betont Vizebürgermeisterin
Bettina Emmerling.
Mobile Anlaufstruktur im Nachtleben
Die Teams sind mobil unterwegs und stehen direkt dort zur Verfügung,
wo sich Menschen treffen, feiern oder den öffentlichen Raum nutzen.
Sie bieten Entlastungsgespräche, Verweisberatung, Hilfe und
Orientierung – schnell und unkompliziert.
Am 15. Mai 2026 startete das erste Awareness-Team in die
Sommersaison. Ab den darauffolgenden Wochenenden sind bis zu drei
Teams bis zum 20. September im Einsatz. Die Teams sind an Wochenenden
und in Nächten vor Feiertagen jeweils von 19:00 bis 04:00 Uhr
unterwegs.
Erreichbarkeit:
0800 99 91 92 (kostenfrei mit AT und DE Nummern)
+43 677 641 002 05 (auch via WhatsApp, Signal, Telegram, SMS)
Unterstützung und Vermittlung
Die Awareness-Teams vermitteln zwischen feiernden Menschen, Nutzer*
innen des öffentlichen Raumes und weiteren städtischen Akteur*innen
und leisten vielfältige Unterstützung durch entlastende Gespräche und
Deeskalation. Die Teams leisten Hilfe in Fällen sexualisierter Gewalt
sowie bei rassistischen und queerfeindlichen Übergriffen. Sie stehen
außerdem als Anlaufstelle bei geschlechterbezogener Diskriminierung
und grenzverletzendem Verhalten zur Verfügung.
Darüber hinaus bieten sie Unterstützung bei alltäglichen Anliegen
– von kleineren Verletzungen über verlorene Gegenstände bis hin zu
praktischer Hilfe wie dem Aufladen von Mobiltelefonen.
„Mit den Awareness-Teams sind wir in der Nacht für alle da, die
im öffentlichen Raum unterwegs sind – denn Wien schläft nie. Die
Stadt ist divers, jede Form von Geschlecht, sexueller Orientierung
oder Herkunft hat hier Platz. Für ein gutes Miteinander im
öffentlichen Raum braucht es Rücksicht und Respekt. Wenn Grenzen
überschritten werden oder Hilfe erforderlich ist, sind wir im Sommer
wieder ansprechbar – als Teil einer sorgenden Struktur, die für alle
Wiener*innen da ist“, so Willi Hejda von AwA – Kollektiv für
Awareness-Arbeit.
Die Awareness-Teams unterstützen bei Gewalt- und
Diskriminierungssituationen, greifen soziale Konflikte rund um die
Nutzung des öffentlichen Raums auf und vermitteln bei Spannungen –
etwa zwischen Nutzer*innen und Anrainer*innen. Durch ihre
Kommunikations- und Vermittlungsarbeit tragen sie zu einem
inklusiveren und angenehmeren Miteinander im öffentlichen Raum bei.
Damit stärken sie das subjektive Sicherheitsgefühl, insbesondere
bei vulnerablen Gruppen wie jungen Frauen, Personen aus der LGBTIQA+
Community sowie Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind.
Das Projekt wird von AwA* – Kollektiv für Awareness-Arbeit
umgesetzt.
Resümee der Saison 2025
Trotz eines regnerischen Sommers wurden 2025 insgesamt 14.381
Interaktionen verzeichnet. Diese verteilten sich überwiegend auf
junge Erwachsene (20–24 Jahre) und Erwachsene (ab 25 Jahre), gefolgt
von Jugendlichen (15–19 Jahre). Auch Gespräche mit jüngeren Personen
fanden statt, bei Kindern in der Regel in Begleitung einer
erziehungsberechtigten Person.
Die Statistik orientiert sich an der Wahrnehmung gelebter
Realitäten und nicht an Personenstandseintragungen oder Ausweisdaten.
Die Unterstützung reichte von Grundversorgung (Wasser,
Traubenzucker, Hygieneartikel) über Hilfe bei Verletzungen bis hin zu
Krisenintervention, Konfliktvermittlung sowie Betreuung bei Fällen
von sexualisierter, rassistischer oder queerfeindlicher Gewalt. Auch
bei der Vermittlung mit Behörden oder Anrainer*innen sowie bei
kleineren Alltagshilfen standen die Teams unterstützend zur Seite.
Weitere Informationen: