„Report“: Ungarn – Aufbruchstimmung nach dem Machtwechsel

Wien (OTS) – Marie-Claire Zimmermann präsentiert den „Report“ am
Dienstag, dem 19.
Mai 2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit folgenden Themen:

Risiko erkannt, Risiko nicht gebannt

Vor drei Wochen hat der „Report“ gemeinsam mit der Tageszeitung
„Der Standard“ eine Sicherheitslücke im Parlament aufgedeckt: Mehrere
Mitarbeiter von FPÖ-Abgeordneten werden auf Grund ihrer Nähe zu den
rechtsextremen Identitären vom Verfassungsschutz beobachtet. Die
anderen Parteien sehen darin ein großes Sicherheitsrisiko, haben
parlamentarische Mitarbeiter doch Zugang zu hochsensiblen Bereichen
und Daten. Dennoch wollen sie keine Sicherheitsüberprüfungen
einführen. In Deutschland wäre so etwas undenkbar. Patrick Gruska und
Emanuel Liedl sehen sich an, warum die Parteien diese
Sicherheitslücke nicht schließen wollen.

Ungarn: Aufbruchstimmung nach dem Machtwechsel

Mit dem Amtsantritt von Péter Magyar hat Ungarn wieder einen Pro-
Europäer als Ministerpräsidenten. Wohin bewegt sich das Land nach 16
Jahren unter Viktor Orbán – und kann sein Nachfolger den
versprochenen „Regimewechsel“ wirklich umsetzen? Ungarn-Korrespondent
Paul Krisai war im Land unterwegs: In Südungarn hoffen die Menschen
in der Kleinstadt Komló auf die Wiedereröffnung einer Nebenbahn, die
unter Orbán zugunsten des Autoverkehrs stillgelegt wurde, ein
Journalist einer regierungskritischen Regionalzeitung in der Stadt
Pécs hofft auf die Wiedergeburt der freien, unabhängigen Presse. Und
wie legt Magyar seine Migrationspolitik an?

Dazu Live im Studio zu Gast: Péter Techet, Jurist und Historiker,
Institut für den Donauraum und Mitteleuropa

Gut geschützt?

Seit Jahren gilt die Gegend rund um die Wiener U-Bahn-Station
Gumpendorfer Straße in der Nähe des Westbahnhofs als Brennpunkt der
offenen Drogenszene. Direkt gegenüber der Station befindet sich ein
Suchthilfezentrum für Drogenabhängige. Anfang Mai wurde eine
Schutzzone eingerichtet. Sie soll der Polizei ermöglichen, gezielter
gegen den Drogenhandel vorzugehen und die Situation vor Ort zu
entschärfen. Auch in Graz gibt es seit einigen Jahren eine Schutzzone
im Volksgartenpark. Doch wie wirksam sind solche Maßnahmen
tatsächlich? Können Schutzzonen den Drogenhandel nachhaltig eindämmen
oder verdrängen sie das Problem lediglich in andere Stadtteile?
Sophie-Kristin Hausberger und Alexandra Nöbauer haben recherchiert.