Grüne Wien/Sequenz, Stark: Verheerende Bilanz des rot-pinken Stillstands: Motorisierter Verkehr steigt erstmals seit Jahren in Wien wieder

Wien (OTS) – Eine verheerende Bilanz des rot-pinken Stillstands sehen
Kilian Stark
und Heidi Sequenz, Mobilitätssprecher:innen der Grünen Wien, in den
heute präsentierten Modal-Split-Zahlen der Stadt Wien. „Die
Stadtregierung versucht, Stillstand als Erfolg zu verkaufen.
Tatsächlich zeigen die Zahlen das Gegenteil: Erstmals seit Jahren
steigt der Anteil des motorisierten Verkehrs in Wien wieder. Das ist
ein alarmierender Rückschritt und eine krachende Niederlage für die
rot-pinke Verkehrspolitik“, kritisieren Stark und Sequenz. Während
der Anteil des motorisierten Individualverkehrs 2024 noch bei 25
Prozent lag, kommt Wien 2025 auf 25,9 Prozent. „Die bittere Wahrheit
hinter der Jubelmeldung der Stadt ist: Der motorisierte Verkehr sinkt
nicht weiter, sondern er legt wieder zu. Wer jahrelang
Verkehrsberuhigung blockiert, Öffi-Ausbau verschleppt und
gleichzeitig Milliarden in Autobahnprojekte steckt, darf sich über
dieses Ergebnis nicht wundern“, so Stark.
Besonders schwer wiegt für Sequenz das Verfehlen des selbstgesteckten
Ziels der Stadtregierung: „Wien hat sich selbst vorgenommen, bis 2025
nur noch 20 Prozent der Wege mit dem motorisierten Individualverkehr
zurückzulegen. Tatsächlich liegt der Anteil jetzt bei 25,9 Prozent.
Das ist keine kleine Abweichung, das ist ein politisches Scheitern
mit Ansage.“

Absurde Schönfärberei mit Zahlentricks

„Mit der erstmaligen Auftrennung von Pkw und motorisierten
Zweirädern versucht die Stadtregierung, der Öffentlichkeit Sand in
die Augen zu streuen. Denn isoliert betrachtet wirkt der Pkw-Anteil
mit 24,9 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zusammen mit den
motorisierten Zweirädern liegt der motorisierte Individualverkehr
aber bei 25,9 Prozent – also höher als 2024“, so die Grünen und
weiter: „Gleichzeitig versteckt sich die Stadtregierung hinter dem
Hinweis, die Veränderungen seien statistisch nicht signifikant. Das
ist absurd: Wer selbst sagt, dass die Erhebung solche
Scheingenauigkeit nicht hergibt, sollte keine Jubelmeldung auf Basis
von Nachkommastellen verschicken.“

Öffis noch immer weit unter Vorkrisenniveau

Auch bei den Öffis ist die Bilanz ernüchternd. 2019 wurden in
Wien noch 38 Prozent der Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln
zurückgelegt, 2025 sind es nur 33,6 Prozent. „Sechs Jahre nach Corona
ist Wien bei den Öffis noch immer weit vom Vorkrisenniveau entfernt.
Das ist für eine Stadt, die ihre Öffis gern als Rückgrat der
Mobilität verkauft, ein massives Alarmsignal“, so Stark. Der Öffi-
Anteil liegt 2025 sogar leicht unter dem Wert von 2024, als die Stadt
noch 34 Prozent ausgewiesen hatte.

Ursachen liegen auf der Hand

Die Gründe dafür liegen für die Grünen auf der Hand: „Rot-Pink
redet von Klimaschutz, drückt aber bei der Mobilitätswende auf die
Stopptaste. Bei der Verkehrsberuhigung geht kaum etwas weiter:
Landstraßer Hauptstraße, Wallensteinstraße und Gumpendorfer Straße
stehen beispielhaft für Projekte, die verzögert, verwässert oder auf
Eis gelegt worden sind. In der Innenstadt herrscht seit dem Veto von
Bürgermeister Ludwig im Sommer 2020 überhaupt Stillstand“, so Stark.
Auch beim Öffi-Ausbau falle die Bilanz negativ aus. „In der letzten
Regierungsperiode wurde keine einzige neue Straßenbahnstrecke
eröffnet, der U-Bahnausbau stockt, bei Baustellen wird neuerdings der
Schienenersatzverkehr eingespart. Während die Qualität sinkt, werden
die Öffi-Tickets aber teurer“, hält Sequenz fest.

Wien braucht endlich echte Mobilitätswende statt Jubelmeldungen

„Die Zahlen für das Jahr 2025 sind keine Erfolgsmeldung, sondern
eine Abrechnung mit fünf Jahren rot-pinkem Stillstand. Wien braucht
endlich echte Verkehrsberuhigung, sichere Radwege, schnellere Öffis,
attraktive Preise und eine klare Absage an neue Autobahnen. Alles
andere ist Schönfärberei“, so Stark und Sequenz abschließend.