APA-Chef Clemens Pig wieder Präsident des Genossenschaftsverbandes

Wien (OTS) – Beim heutigen Verbandstag 2026 des Österreichischen
Genossenschaftsverbandes (ÖGV) hat es einen Wechsel an der Spitze
gegeben: Clemens Pig, Geschäftsführer der genossenschaftlich
organisierten APA – Austria Presse Agentur, wurde vom Verbandsrat zum
Präsidenten des ÖGV gekürt. Der Medienmanager löst damit turnusmäßig
Volksbank-Steiermark-Generaldirektorin Monika Cisar-Leibetseder ab,
die das Amt für ein Jahr innehatte.

Pig, der bereits 2022 und 2024 für jeweils eine Periode Präsident
war, betonte nach der Wahl: „Für mich ist es eine große Ehre, erneut
an der Spitze unserer Genossenschaftsbewegung zu stehen. Kooperatives
Wirtschaften ist angesichts aktueller Herausforderungen wie KI und
Big Tech mehr denn je ein Schlüssel zum Erfolg. Denn Genossenschaften
bringen Konkurrenten an einem Tisch zusammen, um große Aufgaben
gemeinsam zu stemmen. Die APA lebt das in der Medienbranche täglich
vor.“

Zwtl.: Frischer Wind im Aufsichtsgremium des ÖGV

Cisar-Leibetseder bekleidet in der neuen Periode die Funktion der
Vizepräsidentin, eine Rolle, die sie gemeinsam mit Volksbank-Wien-
Vorstand Rainer Borns und Karl Lugmayr, CEO der EZ Agrar, ausübt. Zu
einer personellen Änderung kam es im Verbandsrat des ÖGV: Stephanie
Ogulin, Vorständin der jungen Consulting-Genossenschaft collectiv:a,
wurde neu in das Aufsichtsgremium gewählt.

Zwtl.: Die Zukunftsthemen der Genossenschaften

Inhaltlich wurde der Verbandstag zu einer Standortbestimmung und
einem Ausblick genutzt: Die Mitgliedsbanken, acht regionale
Volksbanken sowie die Ärzte- und Apothekerbank –, hielten per Ende
2025 Kundeneinlagen von 23,6 Milliarden Euro, die sie fast 1:1 in
Form von Krediten an Unternehmen und Private in den Regionen
weitergeben. Die gewerblichen Genossenschaften – in diesem Bereich
gab es 2025 wieder neun Neugründungen – erwirtschafteten zusammen
einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro. Als wichtigste
Zukunftsthemen nennen die Genossenschaften in einer aktuellen IMAS-
Studie die soziale Verantwortung für die Region, die nachhaltige
Ressourcennutzung und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Zwtl.: Plattform für genossenschaftliches Crowdfunding gestartet

Eine digitale Innovation wurde vom ÖGV erst kürzlich an den Start
gebracht: Mit Förderkreis.at stellt der Verband seinen
Mitgliedsbanken eine neue Plattform zur Verfügung, über die
genossenschaftliches Crowdfunding möglich ist. Die Volksbanken in
Salzburg, Kärnten und Niederösterreich setzen bereits auf dieses
innovative Modell der Regionalförderung unter Beteiligung der Crowd.
„Wir gehen den digitalen Weg in Verbindung mit regionalem Engagement
konsequent weiter“, so ÖGV-Vorstandsvorsitzender Peter Haubner, der
gerade in diesem Bereich viele neue Chancen für
Unternehmensgründungen und Kooperationen sieht.