Eisenstadt (OTS) – Im Zusammenhang mit der
Katastrophenhilfsdienst-Übung (KHD) vom 18.
Oktober 2025 im Steinbruch Pilgersdorf kursieren derzeit – durch eine
Anzeige der Umweltorganisation Greenpeace – Berichte über eine
angebliche Gefährdung von Teilnehmenden. Das Land Burgenland und die
vom Land eingesetzte Taskforce „Vorsorgeabklärung Luftqualität“
treten dieser bewussten Panikmache mit einer detaillierten
Darstellung zu den tatsächlichen Abläufen der KHD-Übung entgegen. Die
Übung mit Übungsannahme „Waldbrandbekämpfung und Rettung von
verschütteten Personen“ fand am 18.10.2025 im Steinbruch Pilgersdorf
unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt.
FAKT IST:
· Um den Teilnehmern der Übung höchstmögliche Sicherheit zu
gewähren, wurde der Steinbruchbetrieb, wie bei solchen Übungen
üblich, bereits einen Tag vorher ausgesetzt, um zusätzliche
Staubentwicklung durch Gesteinsabbau zu vermeiden. Zusätzlich trugen
die Witterungsverhältnisse zu einer weiteren Reduktion möglicher
Staubbelastung bei
· Die Übung wurde unter kontrollierten und vorbereiteten
Bedingungen mit höchstmöglichen Sicherheitsmaßnahmen zur
größtmöglichen Gefahrenminimierung für alle Beteiligten durchgeführt.
· Alle Teilnehmer wurden vor der Übung entsprechend eingewiesen
und während der gesamten Übung betreut. Bei der Übung wurde auf
entsprechende Schutzausrüstung – z.B. Feuerwehrschutzausrüstung mit
Jacken, Hosen, Stiefeln, Handschuhen – geachtet.
· Im Zuge eines kontrollierten Ablaufsettings wurden Schülerinnen
und Schüler der Theresianischen Militärakademie Wr. Neustadt, die im
Rahmen ihrer Ausbildung teilnahmen, in 2 cm dicken und mit Decken
ausgestatteten Holzummantelungen, die bereits im Vorfeld der Übung im
Schotter platziert waren (sodass auch hier möglichst wenig
Staubentwicklung entstand) untergebracht und wurden nicht – wie
fälschlich von Greenpeace behauptet – in hochgradig asbesthaltigem
Gestein vergraben.
· Die beim Eingang des Steinbruchs angebrachten Schutzhinweise
beziehen sich ausschließlich auf den laufenden Betrieb mit
entsprechender Maschinen- und Förderaktivität, bei dem es durch
massive mechanische Einwirkung (Gesteinsabbau) zu einer erhöhten
Staubentwicklung kommt, der die Mitarbeiter während der Arbeitstage
ausgesetzt sind
Zwtl.: Taskforce-Leiter und Umweltmediziner Hans-Peter Hutter zur
Übung
„Bedenkt man, dass die im Steinbruch beschäftigen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein ganzes Arbeitsleben lang mit
Sicherheit höheren Asbestfasergehalten ausgesetzt waren, kann man den
wenige Stunden dauernden Aufenthalt als gesundheitlich
vernachlässigbar ansehen. Zudem ist davon auszugehen, dass auch diese
Beschäftigen Asbestkonzentrationen unter den gültigen
arbeitsmedizinischen Grenzwerten ausgesetzt waren. Vor diesem
Hintergrund gibt es nach aktuellem Kenntnisstand keine konkreten
Hinweise auf eine gesundheitliche Gefährdung der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer“, stellt Umweltmediziner Hans Peter Hutter, Leiter der
Taskforce „Vorsorgeabklärung Luftqualität, fest.
Die KHD-Übung wurde aufgrund des Bgld. Katastrophenhilfegesetzes
über Vorschlag des Bezirksfeuerwehrkommandos Oberpullendorf durch die
BH Oberpullendorf mit der Übungsannahme „Waldbrandbekämpfung und
Rettung von verschütteten Personen“ am 18.10.2025 in Pilgersdorf
angeordnet.
KHD Übungen sind in regelmäßigen angemessenen Zeitabständen auf
Anordnung der Landesregierung und der Bezirksverwaltungsbehörden
durchzuführen. In der Regel werden solche Übungen alle zwei Jahre
durchgeführt. Geplante Übungen sind der Landesregierung und der
Landespolizeidirektion sowie den betroffenen Einrichtungen des
Katastrophenhilfsdienstes mitzuteilen.
Im Übungseinsatz waren insgesamt 447 Personen, u.a.:
· 31 Feuerwehren aus dem Burgenland
· 1 Feuerwehr Kirchschlag (NÖ)
· fünf Züge des Katastrophenhilfsdienstes (KHD)
· Drohnenpiloten des Bezirksfeuerwehrkommandos
· Rotes Kreuz Burgenland
· Samariterbund
· Rettungshundebrigade
· Polizei
· ÖBH (Theresianische Militärakademie Wr. Neustadt)
· Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf