LH Mikl-Leitner eröffnet neue Stadler-Werkhalle im Marchfeld

St. Pölten (OTS) – Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnete
heute gemeinsam mit
Bundesminister Peter Hanke die neue Werkhalle von Stadler Rail in
Obersiebenbrunn im Marchfeld, in der moderne Schienenfahrzeuge
zugelassen und serviciert werden. Auf dem ehemaligen AGRANA-Areal
entstand in einer Rekordbauzeit von acht Monaten ein zentrales
Servicezentrum für modernste Bahntechnologie. Die Landeshauptfrau
bezeichnete das Projekt als entscheidenden Meilenstein für den
Wirtschaftsstandort Niederösterreich und klares Signal für die
industrielle Zukunft Europas.

„Vor rund einem Jahr war die Verunsicherung nach dem Ende der
Zuckerproduktion der AGRANA vor Ort noch groß, aber heute herrscht
hier Aufbruchstimmung“, betonte Mikl-Leitner. Sie dankte dem
Unternehmer Peter Spuhler und Geschäftsführer Christian Diewald „für
ihr eindrucksvolles Bekenntnis zum Standort“. Das Investment von
Stadler sei ein Beweis dafür, dass die „Marke Niederösterreich“
internationales Vertrauen genieße. „Wir schaffen optimale
Rahmenbedingungen am Standort Niederösterreich, werfen unseren
Unternehmen keine Steine in den Weg, sondern helfen dabei, sie aus
dem Weg zu räumen.“

Die Landeshauptfrau hob weiters hervor, dass die Bahntechnologie
zentraler Schwerpunkt der NÖ Wirtschaftsstrategie 2030+ mit dem Ziel
„Wirtschaft stärken. Zukunft sichern.“ sei, denn in diesem Bereich
verfüge das Land bereits heute über enorme Stärke und
Zukunftspotenzial. „Und wir wollen Niederösterreich in Zukunft zum
größten Bahncluster Österreichs entwickeln“, so Mikl-Leitner. Sie
erklärte: „Schon heute sind mehr als 30 Unternehmen der Branche bei
uns ansässig und erzielen eine Exportquote von bis zu 80 Prozent.
Diese Stärke bauen wir mit starken Leitbetrieben wie Stadler im
Marchfeld, den ÖBB in ganz Niederösterreich, Ultimate Europe bei
Amstetten, Knorr-Bremse in Mödling, Traktionssysteme Austria in
Wiener Neudorf und Welser Profile in Ybbsitz konsequent weiter aus.“
Diese Unternehmen stünden für Qualität und die weltweite
Vorreiterrolle in der Bahntechnologie.

Die Landeshauptfrau abschließend: „Kurzum: Niederösterreich ist
Bahnland Nummer 1, weil hier alles zusammenkommt: ein dichtes
Eisenbahnnetz, innovative Unternehmen und gelebte Zusammenarbeit.“

Minister Peter Hanke sprach über die Vision der Zukunft der
Mobilität für Österreich und unterstrich: „Die Mobilität von morgen
findet auf der Schiene statt und wir seitens der Politik müssen für
die nötigen Rahmenbedingungen sorgen.“ Der Bereich Bahntechnologie
sei dabei entscheidend, wenn man bedenke: „Die Bahnindustrie bringt
jährlich drei Milliarden Euro Wertschöpfung und von ihr hängen 30.000
Arbeitsplätze direkt und indirekt ab.“ Im Bereich Mobilität habe das
Bundesland eine große Kompetenz, so der Minister, die man gemeinsam
mit dem Rest Europas nutzen sollte. „Gerade in geopolitisch
schwierigen Zeiten muss im Bereich der Schiene noch mehr gemeinsam
passieren“, sagte Hanke.

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident der Stadler Rail AG, gab
einen Überblick über die Stadler-Gruppe. „Wir beschäftigen rund
18.000 Mitarbeiter weltweit an 18 Standorten. Unterhaltswerke wie die
neue Stadler-Halle gibt es weltweit 95 mal. Seit 2002 ist Stadler als
Hersteller von Schienenfahrzeugen in Österreich tätig.“ Er
unterstrich die Wichtigkeit des österreichischen Marktes, aufgrund
derer man die Präsenz gezielt ausbaue. „Das neue Servicezentrum ist
hierbei ein wichtiges Puzzleteil. Mit der neuen Werkhalle schaffen
wir die Voraussetzungen, um Hochgeschwindigkeitszüge effizient zu
warten. Das ist entscheidend für einen stabilen und zuverlässigen
Betrieb der Züge.“

Eine „Halle für alle“ sei die neue Stadler-Halle Obersiebenbrunn,
sagte Stadler-CEO Christian Diewald. Mit dieser neuen Halle schlage
man ein neues Kapitel in Österreichs Bahngeschichte auf. „Mit unserer
neuen Halle setzen wir neue Maßstäbe in Instandsetzung und Wartung
sowie einen entscheidenden Impuls für die Zukunftsfähigkeit der
Bahn.“

Franz Redl, Vorstandsmitglied der STRABAG AG Österreich, brachte
bauliche und technische Eckdaten zur neuen Stadler-Halle, die während
der Planungs- und Bauzeit den Projektnamen „Mozartkugel 1“ trug,
verriet er. Redl: „Mit der neuen Instandhaltungshalle haben wir
gemeinsam mit Stadler einen wichtigen Beitrag für eine moderne und
verlässliche Bahninfrastruktur in Österreich geleistet.“