Villach, Kärnten (OTS) – Die FH Kärnten und die Medizinische
Universität Wien bündeln ihre
Kompetenzen in der Hirnforschung: Im Rahmen eines vom
Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts entsteht
ein gemeinsames Doktoratsprogramm, das Grundlagenforschung und
angewandte Forschung systematisch miteinander verknüpft.
Ziel der Kooperation ist es, neue Methoden in den Bereichen Ultra
-Hochfeld-Magnetresonanztomographie (MRT), Histologie und Künstliche
Intelligenz zu entwickeln und so die Behandlung von Hirntumoren und
neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose nachhaltig zu
verbessern.
„Wo Spitzenmedizin auf künstliche Intelligenz trifft, entstehen
neue Antworten für die Hirnforschung. Durch die einzigartige
Verbindung von Ultra-Hochfeld-MRT, Histologie und KI entwickeln wir
innovative Bildgebungs-Methoden und Biomarker für die klinische
Praxis. Die Kooperation zwischen der Medizinischen Universität Wien
und der FH Kärnten bringt internationales Know-how in die Region und
positioniert Kärnten als zukunftsweisenden Forschungsstandort“, so FH
Prof. Priv.-DOZ. Dipl.-Ing. (FH) Günther Grabner.
Zwtl.: Forschung an der Schnittstelle von Technologie und Medizin
Im Rahmen des Projekts werden sieben Doktoratsstellen geschaffen.
Die Forschenden arbeiten an innovativen Verfahren, um neue, klinisch
relevante Biomarker für neurologische Erkrankungen zu identifizieren.
Diese sollen künftig für präzise Analyse- und Visualisierungstools in
der medizinischen Praxis eingesetzt werden.
Zwtl.: Starke Partnerschaft für anwendungsorientierte Innovation
Die Kooperation vereint die Expertise von drei zentralen
Bereichen der Medizinischen Universität Wien – Radiologie und
Nuklearmedizin, Neurologie sowie Neurochirurgie – mit den
Forschungsschwerpunkten der FH Kärnten in Engineering & IT,
Medizintechnik und Datenanalyse .
Damit entsteht eine interdisziplinäre Forschungsumgebung, in der
technologische Innovationen direkt in medizinische Anwendungen
überführt werden.
Zwtl.: Konkrete Anwendungen im klinischen Alltag
Ein zentrales Ziel ist es, die entwickelten Technologien künftig
direkt im klinischen Alltag einzusetzen.
Konkret bedeutet das: Verbesserte Diagnostik und präzisere Planung
neurochirurgischer Eingriffe – etwa durch die genauere Bestimmung von
Tumorart und -umgebung oder durch Simulationen mittels virtueller
Realität.
Zwtl.: Internationale Vernetzung und Ausbildung
Das Doktoratsprogramm setzt bewusst auf internationale
Vernetzung: Jede/r Doktorand*in hat die Möglichkeit einen
Forschungsaufenthalt bei internationalen Partnerinstitutionen zu
absolvieren. Dazu zählen renommierte Einrichtungen aus Wissenschaft
und Industrie, darunter Harvard, MIT und Icometrix .
Neben den wissenschaftlichen Ergebnissen steht auch die
Ausbildung einer neuen Generation von Fachkräften im Fokus – mit
Kompetenzen an der Schnittstelle von Medizin, Technologie und
Datenanalyse.
Zwtl.: Stärkung des Forschungsstandorts Kärnten
Das Projekt trägt dazu bei, die medizinische Forschung in Kärnten
weiter auszubauen und stärker international zu vernetzen. Durch die
enge Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien fließen
aktuelle Erkenntnisse aus Österreichs größter medizinischer
Forschungseinrichtung direkt in die regionale Forschungslandschaft
ein.
„Aus unserer Sicht zeigt dieses Projekt, wie entscheidend
gezielte Forschungsförderung in den angewandten Wissenschaften ist,
um Innovationen rasch in die Praxis zu bringen. Fachhochschulen bzw.
Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind dabei eine tragende
Säule des österreichischen Systems: Sie leisten mit praxisnaher
Forschung einen direkten Beitrag zu zentralen Zukunftsfragen,
erzielen mit vergleichsweise geringen öffentlichen Mitteln eine hohe
Wirkung und stärken die regionale wie gesellschaftliche Entwicklung.
Um dieses Potenzial langfristig zu sichern, braucht es für den FH/HAW
-Sektor eine verlässliche Forschungsfinanzierung sowie konsequent
ausgebaute Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für
wissenschaftliche Karrieren“, so FH-Prof. Dr. Martin Waiguny,
Geschäftsführer der FH Kärnten.