Omar Al-Rawi (SPÖ) ad Grüne Wien: Wien beschleunigt die Energiewende

Wien (OTS) – Während aufgrund des Krieges im Nahen Osten weltweit die
Strom- und
Gaspreise steigen und die Sorge vor einer Versorgungskrise wächst,
arbeitet die Stadt Wien weiter intensiv am Ausstieg aus fossilen
Brennstoffen. Das Ziel der Stadt Wien: Bis 2040 sollen die Wiener
Haushalte vollständig aus nachhaltigen erneuerbaren Quellen versorgt
werden.

„Wer wie die Wiener Grünen behauptet, Wien würde beim Ausstieg
aus fossilen Brennstoffen schlafen, hat entweder die Entwicklungen
der letzten Jahre verschlafen oder betreibt bewusst politische
Vernebelung“, reagiert der Vorsitzende des Ausschusses für
Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke, Wiener Gemeinderat
Omar Al-Rawi (SPÖ), scharf auf die jüngsten Aussagen in der heutigen
Pressemitteilung von Peter Kraus und Tina Wirnsberger von den Grünen
Wien. „Die Stadt Wien ist beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern
österreichweit Vorreiterin. Mit dem Wiener Wärmeplan liegt seit 2024
ein klarer, konkreter Fahrplan auf dem Tisch. Während andere noch
diskutieren, setzen wir in Wien längst um“, stellt Al-Rawi klar.

Konkrete Maßnahmen statt leerer Schlagzeilen

Wien investiert massiv in erneuerbare Energie und treibt die
Wärmewende mit Nachdruck voran: Großwärmepumpen, Tiefengeothermie und
Abwärmenutzung sind längst Realität. Zu den großen nachhaltigen
Wärmelieferanten zählen die Großwärmepumpe der ebs wien Kläranlage,
die fast 60.000 Haushalte versorgt und die Tiefengeothermie in
Aspern, die ein Versorgungsvolumen von 200.000 Haushalten im
Vollausbau hat. Die Probeförderung des heißesten Wärmeschatz der
Stadt hat im Herbst 2025 begonnen und gewinnt Wärme aus der
Heißwasserquelle in 3.000 m Tiefe. Zu den kleineren Wärmelieferanten
zählen die Manner-Schnittenfabrik, die seit 10 Jahren mit der Abwärme
aus dem Schnitten-Ofen in Ottakring rund 600 Haushalte heizt, die
Therme Wien deren Restwärme des Badewassers 1.900 Wiener Haushalte
wärmt oder das Rechenzentrum in Floridsdorf, das die Klinik
Floridsdorf mit Wärme versorgt.

„Allein die Tiefengeothermie in Aspern hat im Vollausbau das
Potenzial, 200.000 Haushalte zu versorgen. Gleichzeitig nutzen wir
Abwärme aus Industrie und Infrastruktur – von der Manner-Fabrik bis
zur Therme Wien. Das ist gelebte Energiewende in Wien“, so Al-Rawi.

Auch beim Strom setzt Wien konsequent auf erneuerbare Quellen:
„Mit dem Erwerb von ImWind haben wir einen massiven Ausbau von Wind-
und Sonnenenergie sichergestellt. Damit können wir bis 2030 alle
Wiener Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Das Sonnen- und
Windkraftpotential ist auf einen Schlag so groß geworden, dass wir
bis 2030 alle Wiener Haushalte mit sauberem Strom versorgen können
und bis 2040 zusätzlich die gesamte Öffi-Flotte und jedes E-Auto“,
betont Al-Rawi.

Wärmepumpen mit Zukunftspotential

Anfang des Jahres wurde die Großwärmepumpe Spittelau in Betrieb
genommen und erzeugt nachhaltige Wärme für 16.000 Wiener Haushalte.
Zusätzlich produziert die dortige Müllverbrennungsanlage Strom für
30.000 Haushalte und Fernwärme für 60.000 Wiener Haushalte. Mit
dieser Dreifachnutzung und einer 95-prozentigen Energienutzung, ist
die Spittelau die effizienteste Müllverbrennungsanlage Mitteleuropas
und die neueste Wärmepumpe in Wien. Bereits seit 2019 deckt eine
Großwärmepumpe beim Kraftwerk Simmering den Bedarf von 25.000
Haushalten. Seit Dezember 2023 versorgt eine weitere Anlage bei der
Kläranlage ebswien rund 56.000 Wohnungen.

Damit steigt der Anteil der Wärmeversorgung durch Wärmepumpen
stetig. Derzeit wird noch etwa die Hälfte der Fernwärme mit
gasbefeuerten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen hergestellt. Zu
Spitzenabdeckung kommen außerdem Heizwerke zum Einsatz. Im Vergleich
zu den in Wien noch weit verbreiteten Gasetagenheizungen ist die
Fernwärme aber jetzt schon eine klimaschonende Heizungsform, denn sie
hat nur etwa ein Zehntel der Emissionen. Bis 2040 soll die Fernwärme
mit den genannten Technologien gänzlich umweltfreundlich erzeugt
werden.

Fernwärme ist Teil der Lösung – Fernwärme-Erzeugungsmix bis 2040

Die Wärmeerzeugung 2040 für Wien soll im Wesentlichen aus den
vier großen Bausteinen Müllverbrennung, (Groß-)Wärmepumpen,
Tiefengeothermie und Kräft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen)
bestehen. Wobei mit 31% die Großwärmepumpen und die Abwärme den
größten Teil beitragen, 26% kommen aus der Tiefengeothermie, 22% von
erneuerbaren KKW-Anlagen und Heizkesseln und ein gutes Fünftel mit 21
% kommt aus der Müllverbrennung. Schon bis 2030 will Wien Energie
rund 57 Prozent der Fernwärme aus erneuerbarer Wärme und Abwärme
erzeugen. Dafür plant das Unternehmen allein bis 2030 660 Millionen
Euro in die erneuerbare Wärmeerzeugung und Kreislaufwirtschaft zu
investieren.

„Wir investieren laufend aktiv in den Ausbau erneuerbarer Wärme
und Energie. Das ist eine klare, sozial verantwortliche Politik für
leistbare Energie und Versorgungssicherheit“, unterstreicht Al-Rawi.

Klare Worte an die Wiener Grünen

Abschließend richtet Al-Rawi deutliche Worte an den grünen
Parteichef: „Die Aussagen von Peter Kraus gehen völlig an der
Realität vorbei. Das ist Rufschädigung, was ein Mitglied des Wiener
Gemeinderats hier betreibt und es ist inakzeptabel. Die
Mindestanforderung einer politischen Auseinandersetzung ist bei den
Fakten zu bleiben. Wir in Wien arbeiten Tag für Tag daran, die Stadt
noch lebenswerter zu machen – mit einer Energiepolitik, die
unabhängig, klimafreundlich und leistbar ist.“ (Schluss) sh