„Thema“: Zwischen Bomben und Hoffnung – iranische Frauen

Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 9. März
2026, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:

Zwischen Bomben und Hoffnung – iranische Frauen

„Ich mache mir große Sorgen um meine Familie im Iran und
gleichzeitig hoffe ich, dass sie bald frei leben können“, sagt Parvin
Razavi, die als Kind mit ihrer Familie nach Österreich geflohen ist.
Die Eskalation bedeutet für viele Iranerinnen und Iraner auch
Hoffnung auf ein Ende des Regimes. Gerade Frauen standen in den
vergangenen Jahren an der Spitze der Protestbewegungen im Iran.
Tausende wurden deswegen getötet. Wie blicken in Österreich Frauen
mit iranischen Wurzeln auf ihre Heimat? Gibt es bei manchen die
Hoffnung, dass das Mullah-Regime an der Macht bleibt? Savanka Schwarz
und Oliver Rubenthaler haben recherchiert.

Schwangerschaftsabbruch: Braucht es Schutzzonen?

„Ich hätte es trotzdem getan und wäre vielleicht dabei
gestorben“, sagt Anja Mochar. Sie hat abgetrieben. Damals wurde die
heute 52-Jährige von Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern auf dem Weg
in die Klinik bedrängt und belästigt. Und auch heute demonstrieren
junge Menschen wieder gegen Schwangerschaftsabbrüche. „Wir belästigen
nicht. Wir sind nur hier und beten“, sagen Teilnehmerinnen einer 40
Tage und Nächte dauernden Demonstration vor der Ordination Gynmed in
Wien. Bisher gibt es in Österreich kein bundesweites Gesetz, das
Versammlungen vor Abtreibungskliniken einschränkt. Trotz der
Fristenlösung bleibt der Schwangerschaftsabbruch ein Tabuthema, der
Zugang ist schwierig. Frauen fordern Schutzzonen vor Kliniken. Andrea
Poschmaier und Pia Bichara berichten.

Hausärztemangel am Land

„Wir haben die Stelle schon 16-mal ausgeschrieben“, sagt
Christian Weninger, Bürgermeister von Lackenbach im Burgenland.
Verzweifelt sucht er nach einer Hausärztin oder einem Hausarzt für
seine Gemeinde. In den kommenden zehn Jahren erreicht mehr als jeder
dritte Allgemeinmediziner das Pensionsalter, rechnet die Ärztekammer
vor. Der junge Arzt Jakob Naber fährt von Wien in die kleine Gemeinde
St. Georgen im Ybbsfelde. Er hatte die Idee, das Problem in Form
einer Gemeinschaftspraxis zu lösen: „So habe ich nicht das Gefühl,
ich muss mich als Einzelperson komplett verausgaben.“ Eine Reportage
von Michaela Rädler.

Lebensumstieg auf den Acker

„Wenn mich die Nachbarn fragen, was ich da mache, antworte ich,
Kulturgut bewahren“, lacht Michaela Schweiger. Die 43-jährige
Steirerin ist stolz darauf, mit der Hand Heu zu machen – so wie ihre
Großmutter. Dabei ist sie eine Quereinsteigerin in der
Landwirtschaft. Als gelernte Hotelkauffrau arbeitete sie in aller
Welt. Dann hat sie den 100 Jahre alten Hof ihrer Vorfahren in
Villmannsdorf in Rottenmann revitalisiert. Heute ist ihre
Marktgärtnerei ein florierender Betrieb. Sonja Hochecker hat sie für
„Thema“ auf ihrem Bauernhof besucht.