Silvesternacht 2025/2026: Bilanz der Bundespolizei

Wien (OTS) – Die bundesweite Lage präsentierte sich am Neujahrsmorgen
ruhig,
vereinzelt kam es zu Zwischenfällen sowie zu Sicherstellungen
pyrotechnischer Gegenstände und Anzeigen. Im Zuge der Einsätze wurden
österreichweit acht Bedienstete verletzt. „Mein herzlicher Dank gilt
allen Polizistinnen und Polizisten, Rettungskräften, Feuerwehrleuten
und Einsatzkräften, die für einen sicheren Jahreswechsel gesorgt
haben“, betonte Innenminister Gerhard Karner, der zugleich all jenen
gute Besserung wünscht, die bei wenigen aber teils folgenschweren
Unfällen oder Vorfällen verletzt wurden.

Sicherstellungen und Anzeigen

Die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten stellten 2.800
pyrotechnische Gegenstände sicher. Die Landespolizeidirektionen
meldeten 15 strafrechtliche sowie 15 verwaltungsrechtliche Festnahmen
und führten über 3.100 Identitätsfeststellungen durch.

Laut derzeitigem Stand wurden 14 Anzeigen wegen (fahrlässiger)
Körperverletzung durch pyrotechnische Gegenstände erstattet. Weitere
61 Anzeigen betrafen Sachbeschädigungen, die durch den unsachgemäßen
Gebrauch von Pyrotechnik verursacht worden waren. 63 Anzeigen
erfolgten wegen Brandstiftung oder fahrlässiger Herbeiführung einer
Feuersbrunst durch pyrotechnische Gegenstände. 14 Anzeigen standen im
Zusammenhang mit Unfällen durch pyrotechnische Gegenstände.

Während der Silvestereinsätze wurden 139 Organmandate und 729
Verwaltungsanzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz sowie den jeweiligen
Landesgesetzen ausgestellt – 421 Personen wurden nach diesen
Regelungen angezeigt.

Brandereignisse und weitere sicherheitsrelevante Vorfälle

Mehrere Brandereignisse beschäftigten die Einsatzkräfte in
verschiedenen Bundesländern. Im Burgenland in Neusiedl am See kam es
zu einem durch Pyrotechnik ausgelösten Flurbrand mit einer Ausdehnung
von rund einem Hektar. In Kärnten brannte am Ankogel im Bezirk
Spittal an der Drau eine Waldfläche ähnlicher Größe. In
Oberösterreich wurden ein landwirtschaftliches Objekt im Bezirk
Rohrbach und ein Mehrparteienhaus in St. Valentin (Bezirk Linz-Land)
durch Pyrotechnik in Brand gesetzt, wobei drei Personen verletzt
wurden. In Tirol kam es ebenfalls zu Vorfällen: In Schwaz geriet ein
Mehrparteienhaus in Brand, drei Menschen wurden verletzt, zusätzlich
verursachte Pyrotechnik einen Flur- und Waldbrand in Hochzirl im
Bezirk Innsbruck-Land. In Graz wurde in einem Lokal ein Feuer durch
Sprühkerzen ausgelöst. Zehn Personen wurden verletzt, davon neun
leicht und eine mittelschwer. Rund 200 Gäste mussten aus dem Lokal
evakuiert werden.

Auch Übergriffe und Unfälle beschäftigten die Polizei: In
Niederösterreich kam es in Wiener Neustadt zu einem schweren Raub,
bei dem vier Jugendliche unter Vorhalt eines Messers Pyrotechnik
erbeuteten. In Salzburg wurden zwei Exekutivbedienstete bei einem
Einsatz nach einem Raufhandel leicht verletzt, zudem wurde eine
Schreckschusswaffe sichergestellt. In Wien ereignete sich ein
schwerer Unfall, bei dem ein Minderjähriger durch Pyrotechnik der
Kategorien F3/F4 schwere Handverletzungen erlitt, die zum Verlust der
Hand führten.