Wien (OTS) – Die GRAS hat die Koalition mit dem VSStÖ an der Uni Wien
beendet.
Hintergrund seien laut ihrer Stellungnahme mehrere Vorfälle, darunter
die Solidarisierung mit einer Demo am 8. Oktober, bei der es zu
Gewaltaufrufen gegen Jüd:innen kam. Für die JUNOS Studierenden ist
dieser Schritt längst überfällig: „Der VSStÖ hat sich wiederholt
nicht klar von antisemitischen Tendenzen distanziert. Im Gegenteil –
manche Funktionär:innen fördern diese sogar“, so Elena Hofer,
Hochschulmandatarin der JUNOS Studierenden. „Die Vorwürfe der GRAS
bestätigen nun, was wir seit Wochen beobachten.“
Hofer betont, dass das Koalitionsende früher hätte kommen müssen:
„Jetzt braucht es rasch eine handlungsfähige und verantwortungsvolle
Vertretung, welche die Uni Wien wieder zu einem Ort macht, an dem
sich alle Studierenden sicher und willkommen fühlen. Wir stehen für
eine konstruktive Zusammenarbeit und eine klare Haltung gegen
Antisemitismus.“
Lorenzo Friedli, Listensprecher der JUNOS Studierenden, fordert
auch Konsequenzen auf Bundesebene: „Wo bleibt die Reaktion des Bundes
-VSStÖ auf antisemitische Tendenzen in den eigenen Reihen? Es braucht
einen klaren Neustart, nicht nur an der Uni Wien. Wenn sich die GRAS
glaubhaft gegen Antisemitismus positionieren will, muss sie auch auf
Bundesebene Druck auf ihren Koalitionspartner VSStÖ ausüben. Die
ideologischen Grabenkämpfe müssen ein Ende haben. Wir Studierende
brauchen endlich eine Vertretung, die Probleme löst, statt ständig
neue zu schaffen.“