Grüne setzen Zeichen für modernen Tierschutz in Niederösterreich: Blaulicht für Tierrettung gefordert

St. Pölten (OTS) – Mit einem aktuellen Antrag in der Landtagssitzung
am Donnerstag
fordern die Grünen Niederösterreich eine Anpassung der
Blaulichtregelungen für alle Tierrettungsdienste im Bundesland.
Angesichts der vielen Einsätze für Tiere in Not, von Hunden nach
Hitzeschlägen bis zu Wildtieren bei Unfällen, wird deutlich: Schnelle
tiermedizinische Hilfe rettet Leben, doch bürokratische Hürden
bremsen engagierte Helferinnen und Helfer aus. Die Grüne Klubobfrau
Helga Krismer: „Die Praxis zeigt, dass diese Rettungsdienste über
kein Blaulicht verfügen dürfen, weil die derzeitige Landesverordnung
unzeitgemäße Anforderungen wie Großviehtransporter voraussetzt. Das
benachteiligt ehrenamtliche Organisationen und erschwert
niederschwellige, schnelle Hilfe bei Kleintieren oder Wildtieren,
obwohl der Bedarf groß ist und Tierschutz als
gesamtgesellschaftliches Anliegen längst breite Unterstützung
erfährt.“

„Statt konstruktiver Lösungen werde die Diskussion um
Blaulichtorganisationen in Niederösterreich immer wieder von der
schwarz-blauen Landeskoalition – insbesondere von der FPÖ –
blockiert. Gerade die Tierrettung, die täglich Leben rettet, bleibt
bislang von der Möglichkeit ausgeschlossen, mit Blaulicht und
Folgetonhorn im Einsatz unterwegs zu sein. In den sozialen Medien und
unter Tierschützerinnen und Tierschützern sorgt diese Haltung
zunehmend für Unverständnis: Die Debatte um die Zulassung beschäftigt
die Öffentlichkeit völlig zu Recht. Dabei wäre die Lösung denkbar
einfach – mit einer modernen Verordnung könnte die Landesregierung
umgehend ermöglichen, dass auch die Tierrettung die nötige
Ausstattung erhält. Statt endloser medialer Debatten und
bürokratischer Hürden bringen die Grünen einen klaren Vorschlag in
den Landtag, damit endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden und der
Tierschutz wirklich vorankommt“, schließt Helga Krismer ab.