Wien (OTS) – „Die Stadtregierung verkauft die Änderung der Ortstaxe
als
‚Vereinfachung‘, in Wahrheit handelt es sich um eine massive
Mehrbelastung für Gäste und Betriebe“, kritisieren FPÖ-Wien
Wirtschaftssprecher LAbg. Udo Guggenbichler und Finanzsprecherin
Stadträtin Ulli Nittmann.
Bisher wurde gemäß § 12 Abs. 2 lit c WTFG ein Pauschalabzug von
11 % gewährt, wodurch die effektive Ortstaxe bei 2,848 % lag. Mit dem
ersten Entwurf der Stadtregierung wäre die Abgabe auf 7,565 %
angestiegen. Nun liegt die nominelle Steuer zwar bei 8 %, allerdings
ohne Abzug, womit die effektive Belastung sogar höher ist als
ursprünglich geplant.
„Anstatt einer Entlastung erleben Gäste und Betriebe eine de
facto Höchstbelastung. Wien wird als Reiseziel noch teurer und
verliert weiter an Attraktivität“, so Guggenbichler.
Nittmann und Guggenbichler warnen, dass Nächtigungen spürbar
teurer werden, Hotellerie und Gastronomie im internationalen
Wettbewerb zunehmend unter Druck geraten und eine solche
Steuererhöhung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie ein
Brandbeschleuniger für den Abschwung wirkt.
„Diese Neuregelung ist nichts anderes als eine Mogelpackung.
Unter dem Deckmantel einer ‚Vereinfachung‘ wird eine versteckte
Steuererhöhung durchgezogen. Wir fordern eine ehrliche Diskussion
über die tatsächlichen Belastungen und eine sofortige Entlastung der
Betriebe“, stellt Nittmann klar.
Die FPÖ-Wien fordert die rot-pinke Stadtregierung auf, die
Ortstaxe nicht weiter zu erhöhen, sondern Wien als Tourismus- und
Wirtschaftsstandort zu stärken anstatt weiter zu schwächen.