St. Pölten (OTS) – Asthma zählt weltweit zu den häufigsten
chronischen
Lungenerkrankungen und betrifft etwa 500.000 Menschen in Österreich.
In vielen Fällen erhalten die Betroffenen eine einheitliche
symptomatische Behandlung. Durch den herausragenden Erfolg eines
Forschungsteams der Karl Landsteiner Privatuniversität für
Gesundheitswissenschaften Krems und der Medizinischen Universität
Wien könnte sich das künftig ändern: Bei der im Rahmen des DARC (
Danube Allergy Research Cluster)-Forschungsprogrammes entstandenen
Arbeit konnte ein Asthma-Chip entwickelt werden, der bei 70 Prozent
der Patientinnen und Patienten einen behandelbaren Zugang ermöglicht.
„Forschung wie diese zeigt, welchen direkten Mehrwert
Wissenschaft für die Menschen in Niederösterreich und weit darüber
hinaus schafft“, betont Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan
Pernkopf. „Wenn es gelingt, Patientinnen und Patienten
zielgerichteter zu behandeln, verbessert das nicht nur die
medizinische Versorgung, sondern auch die Lebensqualität vieler
Betroffener entscheidend.“
Bei der Mehrheit der Asthma-Fälle liegt eine allergische Ursache
zugrunde. Bisherige Therapiemöglichkeiten erlaubten es nicht, jene
Betroffenen exakt zu identifizieren, bei denen dies der Fall ist.
Durch den Asthma-Chip ist dies künftig möglich und der Weg für eine
personalisierte, leistbare Immuntherapie geebnet. „Wir hoffen, dass
dieser diagnostische Zugang bald zur klinischen Routine gehört“, sagt
Rudolf Valenta, Leiter des Danube Allergy Research Cluster. „Er
könnte vielen Patientinnen und Patienten den Zugang zu einer
effektiven, leistbaren Immuntherapie eröffnen – und zugleich helfen,
den unnötigen Einsatz teurer Biologika zu vermeiden.“ Die Studie
wurde von Dr. Huey-Jy Huang geleitet und nunmehr vom renommierten
Journal „Allergy“ angenommen.
„Mein besonderer Dank und meine Anerkennung gelten dem
engagierten Forschungsteam. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen
bedeutenden Beitrag zur Gesundheitsforschung und zeigen, dass
Spitzenforschung aus Niederösterreich international Maßstäbe setzt“,
so LH-Stellvertreter Pernkopf.
Das NÖ Forschungsnetzwerk Allergieforschung DARC wurde 2020
gegründet und seit Start wurde in 16 verschiedenen Projekten zum
Thema Allergien geforscht. Geleitet wird es von Dr. Rudolf Valenta.
Der Forschungscluster hat sich als Erfolgsprojekt etabliert und wurde
Anfang des Jahres um 5,8 Millionen Euro ausgebaut. In Zusammenarbeit
mit der Karl Landsteiner Privatuniversität, als Drehscheibe des
Forschungsprogramms, der Medizinischen Universität Wien, der
Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien sowie dem
Universitätsklinikum St. Pölten konnten in der Vergangenheit bereits
zahlreiche Meilensteine präsentiert werden. Beispielsweise
Möglichkeiten für Prävention und für personalisierte Therapien gegen
Birkenpollen- oder Apfelallergie oder innovative Behandlungen von
Erdnuss-Allergien bei Kleinkindern.
Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv.
Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742 9005 – 12704, Mobiltelefon +43
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