50 Jahre Jugendzentrum Hirschstetten

Wien (OTS) – Seit fünf Jahrzenten können Kinder und Jugendliche in
der Donaustadt
im Jugendzentrum Hirschstetten, eine Einrichtung des Verein Wiener
Jugendzentren, ihre Freizeit verbringen. Hinzu kommt heute der 8.000
Quadratmeter große ACTiN-Park – eine Sport- und Freizeitfläche, den
das Team des Jugendzentrums pädagogisch mitbetreut und ein beliebter
Treffpunkt für die ganze Nachbarschaft ist.

Genau in diesem Park, unmittelbar vor dem Jugendzentrum, wurde am
30. August anlässlich des 50. Geburtstag zu einem großen Sommerfest
geladen. Zu den Gästen zählten neben zahlreichen Kindern und
Jugendlichen auch Gemeinderat Lukas Burian (in Vertretung für
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling), Bezirksvorsteher Ernst
Nevrivy, Jugendzentren-Obfrau Marina Hanke, Jugendzentren-
Geschäftsführerin Manuela Smertnik sowie zahlreiche ehemalige und
aktuelle Wegbegleiter*innen.

Zwtl.: Spiel, Spaß und Erinnerungen

Das Fest bot ein abwechslungsreiches Programm mit vielen
unterschiedlichen Mitmachstationen. Ob Hüpfburg, Kinderschminken,
Zaubershow, Fußball-Darts oder Fahrradwerkstatt – für alle war etwas
dabei. Bei einer Fotoschau sowie am Museumsstand konnte man zudem gut
in Erinnerungen schwelgen und Geschichten austauschen. Eine Stärkung
gabs am üppig bestückten Buffet, wobei eine große Geburtstagstorte
natürlich auch nicht fehlen durfte.

Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina Emmerling
gratuliert dem Jugendzentrum Hirschstetten zum Jubiläum und bedankt
sich für die wichtige Arbeit: „Das Jugendzentrum Hirschstetten zeigt
seit Jahrzehnten, wie wertvoll Offene Jugendarbeit für unsere Stadt
ist. Hier entstehen Orte der Begegnung, wo Kinder und Jugendliche
nicht nur Freizeit verbringen, sondern auch gehört werden, Rat finden
und selbst mitgestalten können. Besonders beeindruckend ist, wie das
Team mit dem ACTiN-Park einen lebendigen Treffpunkt für die ganze
Nachbarschaft geschaffen hat. Für dieses Engagement und den
unermüdlichen Einsatz danke ich dem gesamten Team.“

Wie wichtig die Jugendarbeit für den Bezirk ist, weiß auch
Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy : „Die Donaustadt wächst laufend und
ist mittlerweile der bevölkerungsreichste Bezirk Wiens, weil wir auch
viel Lebensqualität bieten. Dabei ist es wichtig, attraktive Orte und
Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Das Jugendzentrum
Hirschstetten ist ein solcher Ort und damit für den Stadtteil enorm
wichtig.“

Marina Hanke, Obfrau des Verein Wiener Jugendzentren ,
unterstreicht die Bedeutung der Einrichtung für die Jugendlichen,
aber auch für das Gemeinwesen: „Das Jugendzentrum Hirschstetten hat
hier vor Ort durchaus eine spezielle Rolle. Im Park und in den
umliegenden Siedlungen kommen viele verschiedene Menschen mit
unterschiedlichen Bedürfnissen zusammen. Das Team des Jugendzentrums
fungiert hier in seiner sozialräumlichen Funktion als wichtiger
Ansprechpartner für allerlei Anliegen.“

Zwtl.: Ein Blick zurück

1970 gab es dort, wo sich heute das Jugendzentrum Hirschstetten
befindet, nur Felder und Wiesen. Aber schon bald ragten dort
Gemeindebauten mit sieben bis neun Stockwerken in den Himmel. 1973
eröffnete die Schule, in deren Untergeschoss sich ab 1975 auch das
Jugendzentrum befand. Die ersten Räumlichkeiten waren von der Größe
her eher bescheiden. In den 80er Jahren standen nach einigen Umbauten
deutlich größere und hellere Jugendcafé- und Discoräumlichkeiten zur
Verfügung.

Ende der 90er Jahre kam ein weiterer, wichtiger Stein ins Rollen:
Der Umbau der in die Jahre gekommenen Schulsportanlage in eine frei
zugängliche, mehrfachnutzbare Sport- und Freizeitfläche. Das
Jugendzentrum Hirschstetten übernahm dabei die Moderation des
Umgestaltungsprozesses. Gelingen konnte das Projekt allerdings nur
durch die gute Zusammenarbeit mit den Schulen, Magistraten und Expert
*innen sowie durch die Beteiligung und Einbindung der jungen und
erwachsenen Bewohner*innen aus den umliegenden Siedlungen.

Zwtl.: Drinnen wie draußen: Kostenloser Begegnungsort für junge
Menschen

Heute gilt der ACTiN-Park als Vorzeigeprojekt für Partizipation.
Es ist ein zentraler Begegnungsort für Jung und Alt, der auch in den
vergangenen Jahren immer wieder mal gemeinsam aufgebessert wurde. Dem
Team vom Jugendzentrum nimmt dabei nach wie vor eine wichtige Rolle
ein. Sie setzen Spiel- und Beteiligungsangebote, initiieren
jugendadäquate als auch gemeinwesenorientierte Veranstaltungen,
vermitteln bei Konflikten und achten auf ein respektvolles
Miteinander verschiedener Gruppen.

Der Park ist eng verknüpft mit den Angeboten des Jugendzentrums,
wo es auf 450 Quadratmetern unter anderem eine Disco, ein Tonstudio,
einen Tanz- und Sportraum und ein Jugendcafé gibt. Alles freiwillig,
anonym und ohne Konsumzwang.