WKÖ-Klacska warnt: Lkw-Mauterhöhung wird Lebensmittelpreise zusätzlich anheizen

Wien (OTS) – „Ich bin verwundert, dass der eine Minister in die
Preise eingreifen
will, während der andere sie neuerlich in die Höhe treiben will. Denn
die geplante Erhöhung der Lkw-Maut wird die Inflation bei den
Lebensmittelpreisen keineswegs bremsen, sondern sie im Gegenteil
zusätzlich anheizen“, warnt Alexander Klacska, Obmann der
Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ). Angedacht ist eine Erhöhung der Maut um stolze 10
bis 13 Prozent – Kosten, die die Transportbranche so weit wie möglich
an ihre Kund:innen und somit letztlich die Konsument:innen
weitergeben muss. „Die Umsatzrentabilität bei den Unternehmen der
Branche beträgt gerade einmal zwei Prozent. Weitere
Kostensteigerungen sind für die Unternehmen kaum noch zu stemmen“, so
Klacska.

Grund dafür ist nicht nur die nach wie vor schwache Konjunktur, die
der Branche zu schaffen macht, sondern auch die Tatsache, dass die
Transportunternehmen schon in den vergangenen Jahren mit enormen
Kostensteigerungen konfrontiert waren. „Kostentreiber Nummer Eins war
dabei der Staat. Anstatt in die Preisgestaltung und damit die
unternehmerische Freiheit einzugreifen, sollte man daher besser nicht
weiter an der Belastungsschraube bei der Maut oder der
Mineralölsteuer drehen“, sagt Klacska.

Belastet man die österreichische Transportbranche über Gebühr, würde
sich das auch massiv auf ihre Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Schon
jetzt hat Österreich EU-weit die höchste fahrleistungsabhängige Maut.
Selbst Deutschland, wo es im Vorjahr eine massive Erhöhung gab, ist
nach wie vor günstiger. „Eine Anhebung der Lkw-Maut in der geplanten
Höhe hätte somit zur Folge, dass noch mehr österreichische
Kennzeichen von den Lkw auf unseren Straßen verschwinden“, warnt der
Bundesspartenobmann. Und mittel- bis längerfristig sei die Versorgung
der Bevölkerung in Gefahr, sei es mit Lebensmitteln oder anderen
Gütern des täglichen Bedarfs. (PWK306/DFS)