Ein Festival der Superlative: „Wortwiege“ in Wiener Neustadt
Stellen Sie sich vor: Ein Festival, das die Grenzen des herkömmlichen Theaters sprengt und Sie in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Genau das erwartet die Besucher des Theaterfestivals „Wortwiege“ in den historischen Kasematten von Wiener Neustadt. Vom 25. Februar bis 29. März 2026 verwandelt sich die Stadt in ein Mekka der dramatischen Kunst, das sowohl Theaterliebhaber als auch Neugierige in seinen Bann zieht.
Ein Motto mit Tiefgang: Sophokles‘ Antigone
„Ungeheuer ist viel. Doch nichts ungeheurer als der Mensch.“ Dieses Zitat aus Sophokles‘ „Antigone“ ist mehr als nur ein Motto; es ist eine Einladung, die menschliche Natur in all ihren Facetten zu erkunden. Unter der Leitung von Anna Luca Krassnigg wird das Festival zu einem Spiegel unserer Gesellschaft, in dem die Besucher ihre eigenen Schattenseiten entdecken können.
Die Highlights des Festivals
- „Das Volksfest“ von Helmut Qualtinger und Carl Merz: Diese abgründige Komödie, inszeniert von Ira Süssenbach, thematisiert die Sensationslust und die dunklen Ecken der österreichischen Seele. Es ist eine bittere Satire auf die Menschheit, die gleichzeitig zum Lachen und Nachdenken anregt.
- „Penthesilea“ von Heinrich von Kleist: In der Inszenierung von Jérôme Junod treffen die Amazonenkönigin Penthesilea und der griechische Held Achilles inmitten des Trojanischen Krieges aufeinander. Eine Geschichte von Liebe und Krieg, die unter die Haut geht.
- „Troja Forever“: Eine moderne Auseinandersetzung mit dem Mythos Troja, die zeigt, dass alte Geschichten auch heute noch relevant sind.
- Körpertheater „Broke’n; an odd Messiah“ von Korhan Basaran: Eine avantgardistische Darbietung, die die Grenzen des traditionellen Theaters sprengt.
Einfluss auf die Region und die Bürger
Das „Wortwiege“-Festival ist nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Wiener Neustadt. Lokale Geschäfte profitieren von den zahlreichen Besuchern, und die Stadt erhält eine Plattform, um sich als kulturelles Zentrum zu präsentieren. Für die Bürger bedeutet das Festival eine Bereicherung des kulturellen Lebens und eine Chance, sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.
Expertenstimmen: Was sagt die Fachwelt?
„Das ‚Wortwiege‘-Festival ist ein unverzichtbares Ereignis für jeden, der sich für die tiefgründige Auseinandersetzung mit dem menschlichen Dasein interessiert,“ sagt Dr. Elisabeth Moser, Theaterwissenschaftlerin an der Universität Wien. „Es ist beeindruckend, wie es Jahr für Jahr gelingt, aktuelle gesellschaftliche Themen mit klassischen Stoffen zu verbinden.“
Der historische Kontext: Die Kasematten von Wiener Neustadt
Die Kasematten, in denen das Festival stattfindet, haben eine lange und bewegte Geschichte. Ursprünglich als Teil der Stadtbefestigung errichtet, dienten sie im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Zwecken, von der Lagerung von Waren bis hin zur Nutzung als Luftschutzbunker im Zweiten Weltkrieg. Heute sind sie ein einzigartiger Veranstaltungsort, der mit seiner historischen Atmosphäre den perfekten Rahmen für das Festival bietet.
Vergleich mit anderen Festivals in Österreich
Im Vergleich zu anderen Theaterfestivals in Österreich, wie den Salzburger Festspielen oder den Bregenzer Festspielen, hebt sich das „Wortwiege“-Festival durch seine thematische Tiefe und seine experimentelle Herangehensweise ab. Während die Salzburger Festspiele für ihre opulenten Operninszenierungen bekannt sind, setzt „Wortwiege“ auf intellektuelle und gesellschaftskritische Inhalte. Es ist ein Festival, das nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen will.
Konkrete Auswirkungen auf die Bürger
Für die Bürger von Wiener Neustadt bedeutet das Festival nicht nur eine kulturelle Bereicherung, sondern auch eine wirtschaftliche. Die Stadt zieht während der Festivalwochen zahlreiche Touristen an, was sich positiv auf die lokale Wirtschaft auswirkt. Hotels, Restaurants und Einzelhändler verzeichnen steigende Umsätze, und die Stadt gewinnt an Bekanntheit und Prestige.
Zukunftsperspektiven: Wohin geht die Reise?
Die Zukunft des „Wortwiege“-Festivals sieht vielversprechend aus. Mit der stetigen Weiterentwicklung des Programms und der Einbindung aktueller gesellschaftlicher Themen wird das Festival auch in den kommenden Jahren ein bedeutender Bestandteil der österreichischen Kulturlandschaft bleiben. Die Veranstalter planen bereits neue Formate und Kooperationen, um das Festival noch vielseitiger und attraktiver zu gestalten.
Politische Unterstützung und Herausforderungen
Die Durchführung eines solchen Festivals erfordert nicht nur kreatives Geschick, sondern auch politische Unterstützung. Die Stadt Wiener Neustadt und das Land Niederösterreich haben erkannt, dass kulturelle Veranstaltungen wie „Wortwiege“ entscheidend zur Attraktivität der Region beitragen. Dennoch gibt es auch Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Finanzierung und die Sicherstellung der langfristigen Planungssicherheit.
Fazit: Ein Festival, das man nicht verpassen darf
Das Theaterfestival „Wortwiege“ in Wiener Neustadt ist mehr als nur eine Veranstaltung; es ist ein Erlebnis, das die Besucher noch lange begleiten wird. Mit seinem anspruchsvollen Programm, den hochkarätigen Gästen und der einzigartigen Atmosphäre der Kasematten bietet es eine Gelegenheit, tief in die menschliche Natur einzutauchen und sich mit den großen Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Ein Muss für alle, die das Theater lieben und sich von seiner Magie verzaubern lassen wollen.
