Zorba/Grüne zu Social-Media-Altersgrenze: Debatte darf nicht bei Symbolpolitik enden

Wien (OTS) – „Die Debatte rund um die Social-Media-Altersgrenze darf
nicht bei
Symbolpolitik stehen bleiben“, sagt Süleyman Zorba, Sprecher der
Grünen für Netzpolitik. Die Grünen haben bereits im vergangenen Jahr
umfassende Anträge im Parlament eingebracht, die klare Pflichten für
Plattformen vorsehen. „Kinder und Jugendliche sind täglich mit Hass,
Gewalt, Frauenfeindlichkeit, Bodyshaming und Desinformation
konfrontiert. Was wir im analogen Raum niemals akzeptieren würden,
wird online durch Geschäftsmodelle verstärkt, die auf Aufmerksamkeit
um jeden Preis setzen. Das ist kein individuelles Versagen, sondern
ein strukturelles Problem“, hält Zorba fest.

Aus Sicht der Grünen braucht es daher vor allem verbindliche
Regeln für jene, die Milliarden mit digitalen Geschäftsmodellen
verdienen: „Plattformen müssen sicherstellen, dass ihre Systeme nicht
systematisch schaden.“ Altersgrenzen können dabei nur ein Baustein
sein, betont Zorba: „Entscheidend ist nicht ein einzelnes Schlagwort,
sondern ob Plattformen Verantwortung tatsächlich wahrnehmen und
Schutz auch technisch und organisatorisch umsetzen.“

Ebenso zentral sei begleitende Medienbildung: „Schutz allein
reicht nicht. Junge Menschen müssen lernen, wie Algorithmen wirken,
wie Desinformation entsteht und wie digitaler Druck aufgebaut wird.
Das gehört verbindlich in Schule und Ausbildung. Die Bundesregierung
ist jetzt gefordert, konkrete und wirksame Maßnahmen vorzulegen – und
sich klar zu den europäischen Digitalgesetzen zu bekennen.
Ankündigungen reichen nicht. Wir werden sie an Taten messen“, kündigt
Zorba an.