FELDKIRCH/SHANGHAI (OTS) – 48 Teilnehmende entsendet Österreich Ende
September 2026 zu den 48.
WorldSkills nach China – von A wie Anlagenelektriker bis Z wie
Zimmerer kämpfen ausgebildete Fachkräfte (bis zum Alter von 22 Jahren
) auf der beruflichen Weltbühne um Edelmetall. Acht davon kommen in
diesem Jahr aus Vorarlberg. Sie treffen in der Millionen-Metropole
Shanghai auf 1.400 Teilnehmer:innen aus aller Welt, die sich an vier
Wettkampftagen in 64 Disziplinen messen.
Erfolgreichstes WorldSkills-Bundesland
„Vorarlberg zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten
Bundesländern bei internationalen Berufswettbewerben. Mit unserem
starken Team wollen wir auch bei WorldSkills in Shanghai zeigen,
welches Niveau die duale Ausbildung und unsere Betriebe erreichen.
Unsere Teilnehmerin und unsere Teilnehmer sind Botschafter ihres
Berufsstandes und stehen stellvertretend für die hohe Qualität der
Fachkräfteausbildung in Vorarlberg“, sagt Karlheinz Kopf , Präsident
der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Tatsächlich sind die Fachkräfte aus dem „Ländle“ ein
Erfolgsgarant bei WorldSkills: Kein anderes Bundesland in Österreich
konnte in der Geschichte der Berufsweltmeisterschaften mehr Medaillen
erobern – mit 20 Gold-, 15 Silber- und zwölf Bronze-Medaillen steht
Vorarlberg an der Spitze der Bundesländerwertung. Für den nächsten
Medaillenerfolg soll heuer ein Team von acht jungen Fachkräften
sorgen: Das sind so viele wie zuletzt bei WorldSkills vor 23 Jahren
in St. Gallen.
Trio als Rückkehrer auf die Weltbühne
In China müssen die Vorarlberger diese Qualität unter
kompetitivsten Bedingungen unter Beweis stellen, weiß SkillsAustria-
Geschäftsführer Jürgen Kraft: „Das Niveau bei WorldSkills ist eine
eigene Liga. Es geht um Details, um Perfektion unter Zeitdruck – und
um die Fähigkeit, im entscheidenden Moment abzuliefern. Genau darauf
bereiten wir unser Team systematisch vor.“
Für drei Vorarlberger wird die WM zum Comeback auf der
internationalen Bühne: Elena Mathis aus Hohenems reist als amtierende
Europameisterin im Wettbewerb Hotel Rezeption nach Shanghai. Sandro
Flatz aus Fussach will nach einem „Medallion for Excellence“ (für
herausragende Leistungen nach den Podestplätzen) nun in seiner
Disziplin Maschinenbau CAD aufs Stockerl springen. CNC-Fräser Deniz
Mutun , Teilnehmer der EuroSkills 2025 in Dänemark, will bei dieser
WM „einfach nur Gold für Österreich holen“, zeigt sich der Lustenauer
angriffslustig.
Auch die beiden anderen Rückkehrer wollen nach Medaillen greifen:
„WorldSkills ist die Weltmeisterschaft unseres Berufs. Ich freue mich
darauf, mich mit den Besten der Welt zu messen. Mein Ziel ist es,
mein volles Potenzial abzurufen – und dann möge der Bessere
gewinnen“, zeigt sich Flatz diplomatisch. Mathis betont: „Ich erwarte
einen extrem anspruchsvollen Wettbewerb. Bei WorldSkills gibt es
keine leichten Gegner, hier treten die Besten der Besten an. Genau
das motiviert mich. Ich will mich mit der Weltspitze messen und
zeigen, was möglich ist.“ Ob sie als Europameisterin dabei noch
stärker im Fokus steht? „Natürlich macht man sich selbst Druck, aber
das ist Teil eines solchen Bewerbs“, sagt Mathis.
Techniker wollen aufs Podest
Für René Bitschnau aus Frastanz geht es in der Chemielabortechnik
um Präzision, Analyse und einen kühlen Kopf unter Zeitdruck. Der HTL-
Absolvent bereitet sich seit Monaten auf die Weltmeisterschaft vor:
„Mich reizt die Herausforderung, mich mit den besten
Nachwuchsfachkräften der Welt zu messen. Im Labor entscheiden oft
kleinste Details über das Ergebnis. Genau diese Präzision macht den
Beruf für mich spannend.“ Keanu Frick aus Höchst will in der
Maschinenbautechnik glänzen: „Hinter einer Teilnahme an WorldSkills
steckt jahrelange Arbeit. Ich möchte zeigen, was möglich ist, wenn
man an sich glaubt, Rückschläge akzeptiert und konsequent seinen Weg
weitergeht.“
Eine historische Erfolgsgeschichte will Maler Luca Ladler aus
Fußach fortschreiben: Bei nunmehr 20 Teilnahmen pinselten sich die
rot-weiß-roten Malerei-Fachkräfte zu 15 Medaillen – davon dreizehn in
Gold, eine in Silber, eine in Bronze. „Mit derartigen Statistiken
setze ich mich aber nicht auseinander. Mein Ziel ist es, die
bestmögliche Leistung abzurufen“, behält Ladler einen kühlen Kopf.
In der Anlagenelektrik verfolgt Janick Gehrer aus Hard dasselbe
Ziel: „Mich motiviert die Herausforderung, mich mit anderen zu messen
und mein Bestes zu geben.“ Jüngeren Menschen rät er zu einer
technischen Ausbildung: „Mich begeistert besonders die Abwechslung
zwischen Programmieren, Bauen und praktischem Arbeiten. Man kann sich
fachlich extrem weiterentwickeln – das macht die Tätigkeit so
spannend.“
Bereit für die Premiere
Für eine Premiere will Simon Österle aus Krumbach sorgen: Es wäre
Österreichs erste WM-Goldmedaille bei den Schweißern! „Wenn es jemand
weiß, wie man aufs Stockerl kommt, dann mein Coach“, hat Österle das
Geheimrezept parat. Tatsächlich steht ihm mit Gustav Klammer aus
Ludesch just jener Experte zur Seite, der mit seinem damaligen
Schützling bei der EM im Vorjahr Bronze eroberte. „Daher trainiere
ich mit ihm auf Hochtouren – jeder Handgriff kann den Unterschied
machen“, ist Österle bereit für die WM.
Übersicht über die Vorarlberger Teilnehmenden
– René Bitschnau, Frastanz, Chemielabortechnik, HTL Dornbirn ( hier
zum Foto )
– Sandro Flatz, Fußach, Maschinenbau CAD, Julius Blum GmbH (Höchst) (
hier zum Foto )
– Keanu Frick, Höchst, Maschinenbautechnik, Julius Blum GmbH (Höchst)
(hier zum Foto)
– Janick Gehrer, Hard, Anlagenelektrik, Julius Blum GmbH (Höchst) (
hier zum Foto )
– Luca Ladler, Fußach, Maler, Hagen Hannes Präzision.Farbe (Hohenems)
(hier zum Foto)
– Elena Mathis, Hohenems, Hotel Rezeption, Hotel GAMS zu zweit (Bezau
) ( hier zum Foto )
– Deniz Mutun, Lustenau, CNC-Fräsen, Julius Blum GmbH (Höchst) ( hier
zum Foto )
– Simon Österle, Krumbach, Schweißen, Ludwig Steurer Maschinen- und
Seilbahnbau GmbH & Co. KG (Doren) ( hier zum Foto )
Download Teamfoto Vorarlberg (© WKV/KOMM, v.l. WK Vorarlberg-
Präsident Karlheinz Kopf, Schweißer Simon Österle, Maler Luca Ladler,
Anlagenelektriker Janick Gehrer, Hotel-Rezeptionistin Elena Mathis,
CNC-Fräser Deniz Mutun, Sandro Flatz (Maschinenbau CAD),
Maschinenbautechniker Keanu Frick, SkillsAustria-Experte Marco Simma)
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