Welttag der Bildung: Eine Schule für Alle ist möglich!

Wien (OTS) – Zum Welttag der Bildung am 24.01.2026 macht die
Lebenshilfe
Österreich (LHÖ) auf eine Realität aufmerksam, die viele Familien
täglich erleben: Das österreichische Schulsystem ist in weiten Teilen
nicht inklusiv.

Die Rechte von Kindern und Jugendliche mit Behinderungen werden
weiter massiv eingeschränkt. Assistenz ist vielerorts unzureichend,
viele erhalten nicht die Unterstützung, die sie benötigen und werden
in Sonderschulen abgeschoben. Gleichzeitig sind die Übergänge
zwischen Schulstufen besonders schwierig.

„Schulinklusion ist in Österreich nicht abgesichert. Sie hängt
vom Zufall ab. Für echte Fortschritte braucht es politische
Verbindlichkeit, nachhaltige Finanzierung und eine gesellschaftliche
Haltung, die Inklusion als Normalität versteht.“ meint Philippe
Narval, Generalsekretär der LHÖ dazu.

Dass es anders geht, zeigt Südtirol, wo bereits vor über 40
Jahren Sonderschulen abgeschafft wurden. Dort steht nicht das „Ob“,
sondern das „Wie“ der Unterstützung im Mittelpunkt. Hanna Kamrat,
Vizepräsidentin der LHÖ und Selbstvertreterin, betont: „Eine Schule
für Alle ist möglich. In Südtirol stellt sich nicht mehr die Frage
„Sonderschule oder inklusive Schule?“ – sondern nur noch: “Wie viel
Unterstützung braucht der oder die Schülerin um teilhaben zu können?“

Zwtl.: Forderungen der Lebenshilfe Österreich

Die LHÖ fordert zum Welttag der Bildung eine konsequente
politische Umsetzung von Schulinklusion entsprechend der UN-
Behindertenrechtskonvention. Im ersten Schritt müssen die Versprechen
im Regierungsprogramm rasch angegangen werden. Dazu gehört
insbesondere der Rechtsanspruch auf das 11. und 12. Schuljahr für
Kinder mit Behinderungen – vorrangig in Regelschulen – und die
Anhebung der Deckelung für sonderpädagogische Förderung von 2,7
Prozent auf 4,5 Prozent.