Von der Piste ins Zollamt Österreich: Weltmeisterin Venier wechselt die Spur

Wien (OTS) – „Wie heißt es so schön: Am Höhepunkt der Karriere ist
der beste
Zeitpunkt, um aufzuhören. Deshalb werde ich dem Skirennsport den
Rücken kehren und freue mich sehr auf alles, was noch kommt. Der
Gedanke, meine Karriere zu beenden, ist nicht ganz neu und reift
schon seit einiger Zeit in mir. Aber ich wollte mir für diese
einschneidende Entscheidung ausreichend Zeit nehmen, denn wenn sie
einmal getroffen ist, gibt es für mich kein Zurück mehr. Der
unbedingte Wille, der für den Spitzensport notwendig ist, war einfach
in den vergangenen Monaten nicht mehr in dem Maße da, wie ich es von
mir selbst erwarte. Meinen größten Traum, eine Medaille bei der Heim-
WM in Saalbach zu gewinnen, habe ich mit einer goldenen und einer
bronzenen mehr als erfüllt“, so Venier.

„Hoher Einsatzwille und Leistungsbereitschaft haben die
beeindruckende Ski-Karriere Stephanie Venier ermöglicht. Wir sind
stolz, dass Stephanie Venier ihren Karriereweg beim Zollamt
Österreich fortsetzen wird und dort mit ihrem Ehrgeiz mindestens
genauso glänzt wie die Medaillen, die sie auf der Skipiste gewonnen
hat. Ich wünsche ihr alles Gute für ihre berufliche Laufbahn“, sagt
Finanzminister Markus Marterbauer.

„Ich freue mich sehr, dass Stephanie Venier dem BMF erhalten
bleibt und nun ihren erfolgreichen Weg im Zollamt Österreich
fortsetzt. Mit ihrem Einsatz, ihrer Disziplin und ihren großartigen
sportlichen Erfolgen ist sie ein tolles Vorbild – innerhalb und
außerhalb des Zolls. Ich gratuliere ihr herzlich zu ihren
beeindruckenden Leistungen als Spitzensportlerin und wünsche ihr
alles Gute für ihre neue Rolle“, so Finanzstaatssekretärin Barbara
Eibinger-Miedl.

Der Zollsportkader, der im Jahr 1952 als Zollwachekader ins Leben
gerufen wurde, bietet Athletinnen und Athleten nicht nur
Unterstützung in ihrer sportlichen Laufbahn, sondern auch eine
soziale Absicherung und eine parallele berufliche Ausbildung im
Zollwesen. Stephanie Venier hat sich nun dazu entschieden dieses
Angebot anzunehmen und ihre „Karriere nach der Karriere“ im Zollamt
Österreich fortzuführen.

Eine eindrucksvolle Karriere mit vielen Gipfeln

Ihr Debüt im Weltcup gab Stephanie Venier im Januar 2013 in der
Abfahrt von St. Anton am Arlberg. Im selben Jahr gewann sie bei der
Junioren-WM in Québec (CAN) die Goldmedaille im Super-G und die
Silbermedaille in der Abfahrt. Ein Jahr später sicherte sie sich
erneut die Silbermedaille im Super-G der Junior:innen in Jasná (SVK).
In der Saison 2016/17 erreichte die Speed-Spezialistin ihren ersten
Podestplatz im Weltcup, drei Wochen später wurde sie Vize-
Weltmeisterin in der Abfahrt von St. Moritz. 2018/19 belegte sie nach
einer konstanten Saison den zweiten Platz im Abfahrtsweltcup.

Mit 54 Top-Ten-Platzierungen, darunter drei Siegen und neun
weiteren Podestplätzen, kann die 31-Jährige auf eine erfolgreiche
Weltcup-Karriere zurückblicken. Die Krönung ihrer sportlichen
Laufbahn war in diesem Jahr der Gewinn der Goldmedaille im Super-G
und der Bronzemedaille in der Team-Kombination gemeinsam mit
Katharina Truppe – vor heimischem Publikum in Saalbach.