SPÖ-Stich zu Studie über Social-Media-Sucht: „Instagram, TikTok & Co brauchen Regeln und Ordnung. Wir schaffen sie für unsere Kinder.”

Wien (OTS) – Die heute von Arbeiterkammer und IHS präsentierten
Ergebnisse zur
Suchgefahr von Sozialen Medien zeigen klar, dass eine wirksame
Altersbeschränkung für Social Media unumgänglich ist: Kinder und
Jugendliche kippen zunehmend in eine Social-Media-Sucht. Sie werden
auf Instagram, TikTok & Co. mit Gewalt und Extremismus konfrontiert.
„Wegsehen ist keine Option“, stellt SPÖ-Jugendsprecher Paul Stich
klar. „Tech-Konzerne haben in der Regulierung ihrer Inhalte und im
Jugendschutz nicht ausreichend geliefert. Wenn 10-jährige Kinder live
in Kriegsgebiete schalten können und Gewaltdarstellungen sehen, dann
müssen wir handeln. Wir werden daher eine verpflichtende
Altersbeschränkung für Social Media einführen. Über 80 Prozent der
Menschen in Österreich unterstützen uns dabei“, so Stich. ****

Jeder Film, jedes Kino kennt Mindestaltersgrenzen für Inhalte,
die für zu junge Menschen nicht geeignet sind. „Niemand würde ein
Kind in einen Kinosaal schicken und es dort einen Porno oder einen
Horrorfilm schauen lassen – wieso soll das auf TikTok & Co. möglich
bleiben?“, so Stich. Diese Frage stellen sich auch junge Menschen
selbst – und haben eine klare Antwort darauf: Laut Ö3-Jugendstudie
befürworten 87 Prozent der unter 26-Jährigen eine Altersbeschränkung
für Social Media.

Die Ergebnisse der Studie von AK und IHS, aber auch die aktuellen
Gerichtsprozesse in den USA zeigen zudem, dass den Digitalkonzernen
die Suchtgefahr ihrer Produkte vollends bewusst ist. „Den Konzernen
ist es egal, dass sie Sucht und Gewalt fördern. Ihnen geht es nur um
Profite auf Kosten der Menschen. Die Plattformen wollen unsere Kinder
nicht schützen, dann müssen wir eben unsere Kinder vor den
Plattformen schützen!“, bringt es Stich auf den Punkt.

Die Expert:innen stellen auch klar, dass die Verantwortung für
den Umgang mit Social Media nicht auf die individuelle Ebene
abgewälzt werden darf. „Ja, Eltern haben eine Verantwortung für ihre
Kinder. Wir müssen sie bestmöglich dabei unterstützen, unsere Kinder
vor Sucht und Gewalt zu schützen. Ordnung im digitalen Raum mit einer
Altersbeschränkung für Social Media ist dafür ein wichtiges
Werkzeug“, so Stich. (Schluss) mf/bj