Sima/Ahmad/Arapovic: 100 mal mehr Grünfläche – Klimafitter Julius-Tandler-Platz pünktlich zum Jahresende fertig!

Wien (OTS) – Der Eröffnungsreigen zum Jahresende geht weiter mit
einem Raus-aus-
dem-Asphalt-Projekt der Extraklasse, das in den vergangenen Monaten
am Julius-Tandler-Platz im 9. Bezirk realisiert wurde: Der Vorplatz
des Franz-Josefs-Bahnhofs wurde von einer grauen Asphaltwüste zu
einer ansprechend gestalteten Wohlfühloase mit Beeten, neuen Bäumen,
Wasserspiel, moderner Pflasterung und attraktiven Sitzgelegenheiten!
Auch die neuen Radwege entlang der Alserbachstraße sind
fertiggestellt, so dass sich nun eine neue, 1,2 km lange komfortable
Verbindung vom Gürtel, über Fuchsthallergasse und Alserbachstraße bis
zum Donaukanal ergibt. Mobilitätsstadträtin Ulli Sima hat den
klimafitten Platz gemeinsam mit Bezirksvorsteherin Saya Ahmad und
NEOS-Klubvorsitzender Selma Arapovic heute offiziell eröffnet.

„Mit dem umgestalteten Julius-Tandler-Platz und der neuen TOP-
Radverbindung haben wir pünktlich zu Weihnachten die Wünsche vieler
Wienerinnen und Wie-ner Wirklichkeit werden lassen! Der Platz wurde
großflächig entsiegelt, wir haben die Grünflächen sage und schreibe
verhundertfacht und viele neue Bäume und Sträucher gepflanzt, die
jetzt noch etwas Zeit zum Wachsen brauchen. Ab dem nächsten Frühjahr
werden sie für Kühlung und Farbtupfer auf dieser vormals trostlosen
Asphaltfläche sorgen. Die neue Radverbindung entlang der
Alserbachstraße ist zudem eines meiner persönlichen Radwegoffensive-
Highlights. Bisher habe ich – wie viele andere – diese gefährliche
Route gemieden, jetzt laden die neuen Radwege – gesäumt von neuen
Bäumen – zum entspannten Radeln ein! Ein wirklich rundum gelungenes
Projekt! Ich bedanke mich beim Bezirk, beim Koalitionspartner und
allen beteiligten Fachabtei-lungen für die tolle Zusammenarbeit!“, so
Planungsstadträtin Ulli Sima bei der heutigen Eröffnung.

Auch Bezirksvorsteherin Saya Ahmad betont: „Der Julius-Tandler-
Platz ist jetzt ein Bezirkszentrum für alle! Mit diesem
Leuchtturmprojekt haben wir mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität für
alle Nutzer*innen des Platzes geschaffen. Der Julius-Tandler-Platz
ist begrünt mit Bäumen und ausgestattet mit Sitzelementen,
Wasserelementen und Aufenthaltsflächen zum Erholen und Abkühlen. Die
verkehrsberuhigte Nordbergstraße verbessert das Mikroklima im Grätzl.
Mit der neuen, sicheren Radverbindung in der Alserbachstraße setzen
wir einen weiteren Meilenstein für nachhaltige Mobilität im Bezirk.
Ich freue mich darauf, zu sehen, wie Alsergrunder*innen den Julius-
Tandler-Platz und den Radweg Alserbachstraße zu jeder Jahreszeit
genießen!“

Stv. Bezirksvorsteher Christian Sapetschnig ergänzt: „Ich freue
mich sehr, dass wir jetzt eine sichere Radwegverbindung vom Gürtel
bis zum Donaukanal fertiggestellt haben. Die neue Radroute
Alserbachstraße ist ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer*innen, die
sich im Bezirk bewegen oder ihn durch-queren.“

Die gesamte Projektfläche des Julius-Tandler-Platzes (inklusive
Nordberg-straße bis zum Spittelauer Platz) beträgt satte 8.000
Quadratmeter, auf de-nen entsiegelt und begrünt wurde. Das Bündel an
Maßnahmen ist riesig: 46 neue Bäume wurden alleine am Platz
gepflanzt, darunter etliche großkronige XL-Bäume. Sessel, Bänke,
Baldachine, Wasserspiele und Trinkbrunnen werten den Platz zusätzlich
auf. Die Grünfläche wurde von 21 auf 2.140 (!) Quadratmeter
verhundertfacht.
Parallel zur Umgestaltung des Bahnhof-Vorplatzes wurde entlang von
Fuchst-hallergasse und Alserbachstraße auf einer Länge von über 1.200
Metern diese Radroute quer durch den Alsergrund zu einem sicheren und
komfortablen Rad-weg ausgebaut. Damit gibt es nun eine moderne
Highclass-Radverbindung vom Donaukanal bis zum Gürtel!

„Die großflächige Entsiegelung und die neue, sichere
Radverbindung zeigen, wie entschlossen wir Orte schaffen, an denen
sich Menschen gerne aufhalten und aktiv unterwegs sind — im Schatten,
ohne Stress, gut verbunden. Die Umgestaltung des Julius-Tandler-
Platzes bringt spürbar mehr Lebensqualität ins Grätzl. Als rot-pinke
Koalition machen wir gemeinsam mit dem Bezirk und den Menschen vor
Ort Wien klimafit und noch lebenswerter“, betont Selma Arapovic,
Klubvorsitzende der NEOS Wien.

Besonders wichtig war bei dem umfangreichen Projekt, die Bürger*
innen in die Planung einzubinden und so eine Lösung zu finden, die
für alle Menschen einen Mehrwert bietet. In einer großangelegten
Bürger*innen-Beteiligungsaktion wurden tausende Ideen eingebracht,
die in die Gestaltung eingearbeitet wurden. So entstand in den
vergangenen Monaten ein Grätzlzentrum für Jung und Alt, das –
besonders ab nächstem Frühjahr – mit konsumfreien Aufenthaltsflächen,
viel Grün und kühlenden Elementen zum Aufenthalt einlädt.

Vom Bahnhofs-Grau zum Klima-Wow!

Tausende von Menschen passieren täglich den Julius-Tandler-Platz,
der als wichtiger Verkehrsknotenpunkt im 9. Bezirk die Franz-Josefs-
Bahn, mehrere Straßenbahnlinien und die Alserbachstraße miteinander
verbindet. In den vergangenen Jahren wurde der 8-geschoßige Überbau
des Bahnhofs saniert und der Zugang zum Personenbahnhof verbessert.

Ausgehend von der breit angelegten Bürger*innenbeteiligung wurde
bei der Planung besonders darauf geachtet, mit der Umgestaltung
möglichst viel Lebensqualität in das Grätzl zu bringen, damit alle
Anrainer*innen davon profitieren. Die Aufenthaltsqualität und das
Mikroklima am Julius-Tandler-Platz inklusive der Nordbergstraße von
Alserbachstraße bis Spittelauer Platz konnten dadurch dauerhaft und
nachhaltig verbessert werden. Maßnahmen zur Klimawandelanpassung wie
Begrünung und Wasserelemente waren für die Gestaltung maßgeblich.
Zusätzlich wurden Schwammstadtkörper integriert und Baldachine mit
Wasservorhängen sowie Vernebelungsanlagen umgesetzt.

Schwammstadt: Beste Wasserversorgung für die Wurzeln

Das Schwammstadtprinzip ist denkbar einfach: Da Bäume viel Raum
für gesunde Wurzeln benötigen, aber die oberirdische Fläche
gleichzeitig auch für die Wiener*innen gut genutzt werden soll,
werden Baumscheiben und Wasserelemente wie Wasserspiele unterirdisch
über große, mit spezieller Erde und sickerfähigem Material befüllte
Räume verbunden. Wasser, das über die Wasserelemente und den Regen in
den Boden gelangt, wird gereinigt und über Rohre bei Bedarf den
Wurzeln der umliegenden Bäume zugeführt. Am Julius-Tandler-Platz
sorgen gleich mehrere unterirdische Schwammstadt-Körper da-für, dass
kein Wasser verschwendet und gleichzeitig die oberirdische Fläche
optimal genutzt wird.

Pflasterung entlastet Kanalisation

Auch am gegenüberliegenden Platzbereich zwischen Porzellangasse
und Rotenlöwengasse wurde neue Pflasterung (passend zur Optik der
Pflasterung am Julius-Tandler-Platz) verlegt und fünf neue Bäume
gepflanzt. Durch das Pflaster kann Regenwasser versickern, um
einerseits die Kanalisation bei Stark-regen zu entlasten und
andererseits durch die anschließende Verdunstung zur Kühlung
beizutragen.

Auch die Nordbergstraße wurde in die Gestaltung des Julius-
Tandler-Platzes miteinbezogen und von Alserbachstraße bis zum
Spittelauer Platz zur Begegnungszone. Große Grünflächen mit siebzehn
zusätzlichen Bäumen spenden den um die Grünflächen angeordneten
Sitzgruppen in Zukunft Schatten. Trinkhydranten liefern durstigen
Passant*innen wie Radfahrer*innen bestes Wiener Hochquellwasser zur
Erfrischung. Im gesamten Projektgebiet unterstützen viele neue
Radabstellanlagen die klimafitte Mobilität und erleichtern die
Anbindung der neuen Radstrecke an den Bahnhof.

Top-Radverbindung vom Gürtel bis zum Donaukanal

Fuchsthallergasse und Alserbachstraße zählen zum Wiener
Hauptradverkehrs-netz und sind hochfrequentierte Radrouten, die den
Gürtel (U6 Station Währinger Straße) und die Lände am Donaukanal (U4
Station Friedensbrücke) verbinden. Die Infrastruktur auf dieser
wichtigen Route durch den 9. Bezirk wurde nun grundlegend verbessert:
Zum bestehenden stadtauswärts führenden Ein-Richtungs-Radweg in der
Fuchsthallergasse gesellte sich bereits 2024 stadteinwärts ein
baulich getrennter Ein-Richtungs-Radweg. Im Sommer dieses Jahres
wurde die fehlende Radweg-Verbindung in der Fuchsthallergasse von der
Lustkandlgasse bis zum Währinger Gürtel errichtet.
In der Alserbachstraße gab es bisher in beide Richtungen nur schmale
Mehr-zweckstreifen. Nun wurde auf der Seite der ungeraden Hausnummern
(die Seite des Bahnhofsvorplatzes) ein baulich getrennter Zwei-
Richtungs-Radweg er-richtet. Dieser verläuft ab der Spittelauer Lände
bis zur Einmündung in den Fußgänger*innenzonenbereich bei der
Markthalle als Zwei-Richtungs-Radweg. Ab der Boltzmanngasse bis zur
Nußdorfer Straße gibt es aufgrund der Platzverhältnisse bei der
Markthalle und der Öffis Ein-Richtungs-Radwege auf beiden Seiten der
Straße.

Raus aus dem Asphalt-Rekordbilanz – Rekorde auch beim
Radwegeausbau

Seit dem Start der großen Entsiegelungs- und Begrünungsoffensive
wurden in ganz Wien bereits 344 Projekte umgesetzt, dabei mehr als
3.300 Bäume allei-ne auf Plätzen und auf Straßenzügen gepflanzt, über
2.700 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter
Wasserspiel geschaffen. Mit der historischen Begrünungsoffensive
Wiens haben die Grätzl eine massive Verbesserung des Mikroklimas und
damit eine Aufwertung der Lebensqualität erfahren.

Alle Projekte gibt es auf der interaktiven Wien-Karte zum
Entdecken https://wienwirdwow.at/

Auch beim Radewegeausbau gibt es Rekorde zu vermelden, 100 km
neue Radwegeinfrastruktur wurde alleine im Hauptradwegenetz in den
letzten 5 Jahren geschaffen.

Alle Infos zu den Radwegeprojekten auf einer interaktiven Karte
www.fahrradwien.at

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at