Schlüsselindustrie Messewirtschaft – Branche sichert 280.000 Jobs und erwirtschaftet 30 Milliarden Euro

Berlin (OTS) – +++ Frische Prognos-Studie zeigt Bedeutung der
deutschen
Messewirtschaft +++ Deutliche Forderungen an Wirtschaftspolitik in
Bund und Ländern +++ 2026 bietet 320 Messen, 2025 mit Plus bei allen
Kennzahlen +++

Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30
Milliarden Euro wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes
bei. Dies zeigen frische Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts
Prognos, das im Auftrag des Verbandes der deutschen Messewirtschaft
AUMA die Bedeutung der Branche ermittelt hat. Die Studie, die in den
kommenden Wochen in Gänze erscheint, zeigt zudem, dass in Deutschland
wenigstens 280.000 Arbeitsplätze durch die Messewirtschaft gesichert
und gut 5,4 Milliarden Euro Steuern bei Bund, Ländern und Gemeinden
eingenommen werden.

Die Prognos-Studie basiert auf Befragungen von mehr als 33.700
Besucherinnen und Besuchern und über 17.700 ausstellenden
Unternehmen. Durchgeführt wurde sie zwischen September 2024 und
Oktober 2025 bei 30 Messen an zehn deutschen Messeplätzen. Die Messe
Frankfurt hat ihre Zahlen, die Teil der gesamten Erhebung sind, als
erste jüngst veröffentlicht. Demnach sichert sie allein
deutschlandweit mehr als 30.000 Jobs und generiert 667 Millionen Euro
an Steuereinnahmen.

– Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen
Messewirtschaft AUMA: „Die deutsche Messewirtschaft ist
Schlüsselindustrie für die internationale Vernetzung und eine
Exportförderung ersten Ranges. Zwei Drittel aller Leitmessen der
Weltwirtschaft finden in Deutschland statt. Kaum zu überschätzen ist
ihre Bedeutung für den deutschen Mittelstand, für den Messen die
idealen Absprungplätze sind, um internationales Geschäft aufzubauen.
Unschätzbar sind Messen als Wirtschaftsbooster ganzer Regionen, für
Gastgewerbe, Einzelhandel und Handwerk. Die Wirtschaftsministerinnen
und -minister in Bund und Ländern müssen den Messeplatz Deutschland
stärken: Eine moderne und digitale Visa-Vergabe für unsere
ausländischen Messegäste, eine Top-Verkehrsinfrastruktur und weniger
Berichtspflichten, um das Kerngeschäft mit voller Kraft zu treiben
sowie Messe-Förderprogramme, die einer führenden Exportnation gerecht
werden, sind die Basis für die weltweite Spitzenposition.“

Das Messejahr 2026 beginnt an diesem Mittwoch mit der
europäischen Leitmesse für Werbeartikel und Merchandising, PSI, in
Düsseldorf. Geplant sind in diesem Jahr 320 Messen auf den gut 70
Messeplätzen Deutschlands. Besonders quirlig wird es 2026 in
Stuttgart mit allein 25 Messen, gefolgt von Köln und Nürnberg mit
jeweils 24 Messen.

Erste AUMA-Hochrechnungen zeigen für 2025 bei allen wesentlichen
Branchen-Kennzahlen Pluszeichen: Auf den 304 Messen des Vorjahres
wurden demnach 190.490 Aussteller gezählt (+ 0,7 Prozent verglichen
jeweils mit ihren Vorveranstaltungen). Die Standfläche stieg
ebenfalls leicht um 0,7 Prozent auf mehr als 6,9 Millionen
Quadratmeter. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher stieg sehr
deutlich um drei Prozent auf mehr als 12,8 Millionen Besucherinnen
und Besucher.

+++ Der AUMA ist der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der
Deutschen Wirtschaft e.V., der Dachverband der deutschen
Messewirtschaft. International wie national vertritt er die
Interessen aller großen und mittleren Messegesellschaften
Deutschlands, internationaler Veranstalter in Deutschland sowie der
Verbände, welche Aussteller, Service-Unternehmen, kleine
Messeveranstalter, Besucherinnen und Besucher vertreten. Gleich 70
Messeplätze zwischen Nordsee und Bodensee machen das Messeland
weltweit einmalig. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft
finden hierzulande statt. 65 Prozent der Aussteller und 35 Prozent
der Fachbesucher aller Leitmessen kommen im Schnitt aus dem Ausland.
Internationale, nationale und regionale Messen in Deutschland ziehen
in Spitzenzeiten über 235.000 ausstellende Unternehmen und 16
Millionen Besucherinnen und Besucher an. Durch Messen in Deutschland
werden wenigstens 280.000 Jobs gesichert. Die Messewirtschaft in
Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro an
wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Bund, Länder
und Gemeinden allein nehmen 5,4 Milliarden Euro an Steuern durch
Messen in Deutschland ein. +++