Wien (OTS) – „Es ist immer dasselbe Spiel: Sobald sich jemand
mögliche
Abgabenhinterziehung und systematischen Sozialbetrug genauer
anschauen möchte, kommt die Wirtschaftskammer und der ÖVP-
Wirtschaftsbund mit Krankenständen und der Unterstellung, dass
Arbeitnehmer:innen ‚systematisch krank feiern‘ würden. Diese Kampagne
ist unseriös und brandgefährlich. Mit aufgeblasenen Zahlenspielen und
unbelegten Vorwürfen wird Stimmung gegen Arbeitnehmer:innen gemacht.
Fakt ist: Wer krank ist, ist krank. Und wer krank ist, muss die Zeit
bekommen, sich auszukurieren. Im Interesse der eigenen Gesundheit und
im Interesse der Kolleg:innen und Unternehmen“, betont Ralph
Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen.
„Die Wirtschaftskammer und der Wirtschaftsbund müssen diese
unsägliche Kampagne umgehend stoppen und zu einer sachlichen Debatte
zurückkehren“, fordert Schallmeiner. Vorwürfe von ‚Sozialbetrug‘ oder
Schlagworte wie ‚E-Card-Urlaub‘ seien „populistische Angstmacherei.
Sie beschädigen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und untergraben
das Vertrauen in unser solidarisches Gesundheitssystem. Gleichzeitig
werden Millionen von Beschäftigten, die Tag für Tag verlässlich und
engagiert arbeiten, pauschal unter Verdacht gestellt.“
Gesunde Mitarbeiter:innen sind der Schlüssel für Produktivität
und Wettbewerbsfähigkeit. „Das sollte selbst der Wirtschaftskammer
klar sein. Wer Arbeitsleistung und Innovationskraft sichern will,
muss in den Gesundheitsschutz und in die Prävention investieren. Nur
gesunde Beschäftigte können dauerhaft leistungsfähig sein. Das ist
eine simple Wahrheit, die offenbar manche Funktionäre verdrängen“,
meint Schallmeiner.
Der Gesundheitssprecher der Grünen spielt den Ball an den ÖGK-
Funktionär Peter McDonald zurück: „McDonald hat als Arbeitgeber-
Vertreter in der ÖGK und dem Dachverband der Sozialversicherungen
eine klare Verantwortung. Anstatt fragwürdige Slogans zu verbreiten,
wäre es seine Aufgabe, gemeinsam mit den Sozialpartnern für
Prävention und eine gute, effiziente Gesundheitsversorgung mit den
Versicherten im Fokus zu sorgen. Das wäre ein echter Beitrag, sowohl
für die Arbeitnehmer:innen als auch für den Standort Österreich.“