Saisonrückblick auf die Arbeit der Wiener Awareness-Teams 2025: Sicherheit und Unterstützung für alle Menschen im öffentlichen Raum

Wien (OTS) – Seit 2021 sind die Wiener „Awareness-Teams“ in den
Sommermonaten an
öffentlichen
Orten im Einsatz. Im fünften Jahr des mobilen und niederschwelligen
Angebot der Stadt Wien waren 2025 regelmäßig drei Teams unterwegs.
Sie führten über 14.300 Beratungs- und Informationsgespräche durch
und leisteten in mehreren hundert Situationen Unter-stützung durch
erste Hilfe, betreuende Gespräche oder Konfliktinterventionen.

Dieses Jahr waren jeweils bis zu drei Teams zu je vier Personen
zwischen Mai und
September freitags, samstags und vor Feiertagen von 19 bis 4 Uhr
unter anderem am
Karlsplatz, Donaukanal sowie an Plätzen entlang des Rings unterwegs.

Organisiert wurde der Einsatz der Teams von AwA* – Kollektiv für
Awareness-Arbeit. Die Teams setzten sich aus Personen mit
vielfältigen beruflichen Hintergründen und Qualifikationen zusammen,
unter anderem aus den Bereichen Awareness-Arbeit, Jugend-, Sozial-
und Bildungsarbeit sowie aus dem Sicherheits- und Gastronomiebereich.
Diese Vielfalt an Erfahrungen ermöglichte einen einfühlsamen und
kompetenten Umgang mit unterschiedlichsten Situationen im
öffentlichen Raum.

Die Awareness-Teams vermittelten zwischen feiernden Menschen und
verschiedenen
städtischen Akteur*innen wie der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Unter der Nummer +43 677 641 00 205 und der gebührenfreien Nummer
0800 999 192 waren sie erreichbar, um bei Anliegen rasch und
unkompliziert Unterstützung zu bieten.

Schwerpunktmäßig leisteten die Teams Hilfestellung bei
Alkoholmissbrauch und psychologischer Unterstützung nach
Konfliktsituationen. Einen wichtigen Teil der Arbeit bildete zudem
der Support bei psychosozialen Problemen, etwa durch entlastende
Gespräche, Deeskalation und die Vermittlung an weiterführende
Hilfsangebote. Darüber hinaus griffen die Teams in Fällen von
sexualisierter Gewalt sowie bei rassistischen Übergriffen ein. Dabei
gab es auch 2025 eine hohe Anzahl an Situationen, die mit
psychosozialen Situationen und damit verbundenem Support zu tun
hatten.

„Gerade in Wien als Millionen-Metropole ist ein verständnisvolles
und umsichtiges Handeln im Sinne aller Wiener*innen gefragt. Der
öffentliche Raum ist insbesondere im Sommer ein beliebter Treffpunkt
bei Jung und Alt. Daher ist es wichtig, dass die Awareness-Teams auch
in diesem Jahr wieder zwischen den Menschen und ihren vielfältigen
Interessen vermittelt haben,“ betont Vizebürgermeisterin Bettina
Emmerling.

„Trotz einer ausgesprochen regenreichen Saison konnten wir
zahlreiche Menschen im
öffentlichen Raum erreichen. Uns zeigt sich deutlich, wie vielfältig
die Themen und Anliegen sind, die an uns herangetragen werden. Viele
Menschen befinden sich in herausfordernden Lebenssituationen – von
unsicheren Wohnverhältnissen über Belastungen im Alltag bis hin zu
Fragen rund um Konsum und psychische Gesundheit. Hier konnten wir
vielfach an andere Stellen im gut ausgebauten Beratungsnetz verweisen
und so eine erste Brücke zu weiterführender Unterstützung schaffen.
Gerade deshalb ist es so wichtig, dass die Stadt Wien mit den
Awareness-Teams auch in den Nachtstunden präsent ist. Dieses
niederschwellige Care-Angebot sorgt dafür, dass der öffentliche Raum
sicherer, respektvoller und solidarischer wird,“ so Willi Hejda von
AwA* – Kollektiv für Awareness-Arbeit.

Statistik der Awareness-Teams:

Trotz eines sehr regnerischen Sommers konnten insgesamt 14.381
Interaktionen verzeichnet werden. Die Interaktionen verteilten sich
vor allem auf junge Erwachsene (20-24 Jahre) und Erwachsene (ab 25
Jahre), gefolgt von Jugendlichen (15-19 Jahre). Außerdem fanden
Gespräche mit Teenagern (11-14 Jahren) sowie mit Kindern statt. Bei
Gesprächen mit Kindern war in der Regel eine erziehungsberechtigte
Person anwesend.

Anmerkung: Die Statistik orientiert sich an der Wahrnehmung
gelebter Realitäten und nicht an tatsächlichen
Personenstandseintragungen oder Alter nach Ausweisdokumenten.

Die Awareness-Teams leisteten Unterstützung in vielfältigen
Situationen – von der Grundversorgung mit Wasser, Traubenzucker oder
Hygieneartikeln über Hilfe-
stellungen bei kleinen Verletzungen bis hin zu psychologischer
Betreuung in Krisen-
momenten. Ebenso wurden Fälle von Konfliktintervention,
sexualisierter oder rassistischer Gewalt sowie queerfeindlichen
Übergriffen betreut. Auch in der Vermittlung mit Behörden oder
Anrainer*innen sowie bei kleineren Alltagshilfen (z. B. verlorene
Gegenstände, Handy aufladen etc.) standen die Teams unterstützend zur
Seite.