Wien (OTS) – Sehr geehrte Frau Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von
der
Leyen,
mein Name ist Burkhard Ernst und ich schreibe Ihnen in meiner
Funktion als besorgter Obmann des Vereins „Mein Auto – Initiative zur
Förderung der individuellen Mobilität“ sowie als geschäftsführender
Gesellschafter eines bedeutenden österreichischen Fahrzeughandels.
Mit großer Sorge beobachte ich die aktuellen Entwicklungen in
Europa und insbesondere in der europäischen Industrie, die aufgrund
Ihres „Green Deals“ extrem leidet.
Die Industrie ist der Motor der Wirtschaft. Insbesondere
Deutschland als größter Nettozahler in der EU ist hierbei von
entscheidender Bedeutung. Durch Ihre einschneidenden Eingriffe in die
deutsche Automobilindustrie gerät dieser zentrale Wirtschaftszweig
derzeit dramatisch ins Wanken. Dies wiederum hat auch bedeutende
Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft, die durch eine große
Zahl österreichischer Zulieferbetriebe eng mit der deutschen
Automobilindustrie verbunden ist.
Wenn beispielsweise der VW-Konzern schwierigen Zeiten
entgegensieht und ins Wanken gerät, hätte dies Folgen für ein
deutsches Bundesland, das als Shareholder von den Dividenden des
Unternehmens profitiert. Wenn ein deutsches Bundesland aufgrund Ihrer
Maßnahmen ins Wanken gerät – um bei diesem Begriff zu bleiben -, wird
Deutschland wanken und die Nettozahlungen für die EU nicht mehr
erbringen können. Wenn dies eintritt, zerfällt Europa wieder in das,
was es einmal war, und zwar in Nationalstaaten, welche von den
wirtschaftlichen Konkurrenten China und Amerika natürlich leichter zu
„sanktionieren“ sind.
Darüber hinaus vermisse ich nach wie vor Maßnahmen der
europäischen Kommission zur Schaffung europäischer Autarkie. Die
Corona-Krise hat uns eindringlich gelehrt, dass es – zumindest im
Notfall – geschlossene Lieferketten innerhalb Europas geben muss.
Diese Verfehlung wird uns durch den nach wie vor bestehenden
Mikrochip-Engpass schmerzlich vor Augen geführt.
Unter diesen Voraussetzungen steht Europa am Rande der Auflösung
und jahrzehntelange Kleinarbeit droht verloren zu gehen.
Schließlich darf ich noch weitere Maßnahmen aufzählen, auf welche
die europäische Bevölkerung dringend wartet:
1. die militärische Gleichschaltung Europas
2. die steuerliche Gleichschaltung Europas
3. die juristische Gleichschaltung Europas
4. die Lösung der Flüchtlingsthematik
Das Bild, das Ihr Handeln bei vielen Europäerinnen und Europäern
hinterlässt, ist ein Bürokratieaufbau gegenüber europäischen
Unternehmen, der diese zunehmend vor kaum erklärbare Hürden stellt.
Ich hoffe sehr, dass Sie dieses Schreiben persönlich lesen
können, und setze darauf, dass es noch möglich ist, eine Kehrtwende
herbeizuführen.
Ebenso erhoffe ich mir, dass Sie insbesondere Maßnahmen finden,
welche der europäischen Industrie, allen voran der europäischen
Automobilindustrie, zu neuer Stärke verhelfen.
Hochachtungsvoll,
KommR Prof. Burkhard W.R. Ernst
Obmann
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Verein „Mein Auto – Initiative zur Förderung der individuellen
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Tel.: +43 1/6162210-17