ÖVP-Zierfuß: Fragebögen ersetzen keine Reformen in Wiens Kindergärten

Wien (OTS) – „Die angekündigte Befragung von Kindergartenpädagoginnen
und –
pädagogen ist kein Reformschritt, sondern ein Eingeständnis des
eigenen Versagens der vergangenen 5 Jahre“, kritisiert Harald Ziefuß,
Klubobmann und Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, die
angekündigten Umfragen von Bildungsstadträtin Bettina Emmerling.
„Nach fünf Jahren in Verantwortung damit zu beginnen, Fragebögen zu
verschicken, ist ein schlechter Scherz. Die Probleme im Wiener
Kindergarten sind seit Jahren bekannt, sie müssen endlich gelöst
werden!“

Die Realität in Wiens Kindergärten sei längst dokumentiert. Mehr als
die Hälfte der Schulanfänger kann nicht ausreichend Deutsch, obwohl
zwei Drittel von ihnen bereits mehrere Jahre einen Kindergarten
besucht haben. „Jede Bildungskennzahl hat sich unter SPÖ und Neos
weiter verschlechtert: Der Anteil außerordentlicher Schüler steigt
dramatisch, die angekündigten 500 Deutschförderkräfte wurden nie
erreicht und die Wirksamkeit der Sprachförderung im Kindergarten
liegt nach den Erhebungen der Stadt bei gerade einmal rund zehn
Prozent“, so Zierfuß. Statt diese strukturellen Probleme endlich zu
lösen, werde nun eine Umfrage gestartet. „Kinder lernen nicht Deutsch
durch Fragebögen oder Reformüberschriften, sondern durch
funktionierende Deutschförderung und klare Standards.“

Zu all dem kommt hinzu, dass im Wiener Kindergartenbereich über
Jahre hinweg Fördermittelmissbrauch in Millionenhöhe möglich war,
während die SPÖ-Neos-Stadtregierung tatenlos zugesehen hat. „Erst
durch Initiativen der Wiener Volkspartei und Prüfungen des
Stadtrechnungshofes wurden diese Missstände aufgedeckt. Während
Fördergelder missbraucht wurden, haben die Neos zuerst zugeschaut und
anschließend sogar Schulden erlassen“, so Zierfuß weiter.
Abschließend hält Zierfuß fest: „Während Fördermillionen versickern
und Bildungskennzahlen immer schlechter werden, verschickt die
Stadtregierung nun Fragebögen. Wien braucht endlich Reformen im
Kindergarten statt einer pinken PR-Show, die den Kindern jegliche
Zukunftschancen raubt.“