München (OTS) – In seiner heutigen Sitzung hat der Hochschulrat der
Ludwig-
Maximilians-Universität München (LMU) neun Vizepräsidentinnen und
Vizepräsidenten gewählt. Der Hochschulrat folgte der Vorschlagsliste
des designierten Präsidenten Professor Matthias Tschöp einstimmig.
Der Hochschulrat der LMU besteht aus zehn externen Mitgliedern sowie
zehn Mitgliedern des akademischen Senats.
Vier der neu gewählten Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten der
LMU sind für verschiedene Fachbereiche der Universität zuständig und
verantworten Forschung, Lehre und Berufungen in ihrem jeweiligen
Gebiet. Außerdem ist Professorin Francesca Biagini weiterhin für den
Bereich Internationales zuständig. Alle weiteren Vizepräsidentinnen
und Vizepräsidenten der LMU verantworten spezifische
Querschnittthemen der Universität. Die Vizepräsidentinnen und
Vizepräsidenten der LMU arbeiten überwiegend hauptberuflich. Die
sechsjährige Amtszeit der neuen Hochschulleitung beginnt am 1.
Oktober 2025 und endet am 30. September 2031.
Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten für die Fachbereiche der
LMU:
– Prof. Dr. Benedikt Grothe , Vizepräsident für Natur- und
Lebenswissenschaften und Stellvertreter des LMU-Präsidenten
– Prof. Dr. Armin Nassehi , Vizepräsident für Rechts-, Wirtschafts-
und Sozialwissenschaften und Stellvertreter des LMU-Präsidenten
– Prof. Dr. Francesca Biagini , Vizepräsidentin für Mathematik und
Informatik
– Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick , Vizepräsidentin für Geistes-
und Kulturwissenschaften
Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten für die spezifischen
Querschnittthemen der LMU:
– Dr. Philipp Baaske , Vizepräsident für Entrepreneurship
– Prof. Julia Dittrich , Vizepräsidentin für Digitalstrategie
– Prof. Dr. Jochen Kuhn , Vizepräsident für Innovation in Lehre und
Lehrkräftebildung
– Beatrice Lugger , Vizepräsidentin für Kommunikation
– Dr. Margit Weber , Vizepräsidentin für Chancengerechtigkeit,
Talentförderung und Diversität
Der Vizepräsident für den Bereich Wirtschafts- und
Personalverwaltung, Dr. Christoph Mülke , wurde bereits im Juli 2024
vom Hochschulrat der LMU im Amt bestätigt.
„Der Hochschulrat hat heute einstimmig dem Auftakt für eine
stabile Neupositionierung der LMU in der nationalen und
internationalen Universitätslandschaft zugestimmt. Als
Exzellenzvolluniversität können und wollen wir uns verstärkt in den
Diskurs zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen unserer Zeit
einbringen. Die Komplexität der Aufgaben erfordert mehr
Interdisziplinarität, gepaart mit der Fachexpertise für besondere
Aufgaben wie Digitalisierung und KI. In diesem Sinn ist das künftige
Präsidium umfassend, agil und schlagkräftig aufgestellt.“
„Der Hochschulrat der LMU hat einstimmig den Wahlvorschlag des
designierten Präsidenten Matthias Tschöp für die künftigen
Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten bestätigt. Ich freue mich auf
die zukünftige Zusammenarbeit mit der neuen Hochschulleitung und
wünsche dem neuen Team an der Spitze der LMU einen guten Start und
viel Erfolg in einer für die Universität entscheidenden Zeit“, so
Jean-Pierre Bourguignon, der Vorsitzende des Hochschulrats der LMU.
Die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten für die Fachbereiche
der LMU
Prof. Dr. Benedikt Grothe hat seit 2003 den Lehrstuhl für
Neurobiologie an der LMU inne. Er gründete in dieser Zeit den
Masterstudiengang Neurosciences, das Munich Center for Neurosciences
– Brain and Mind, die Graduate School of Systemic Neurosciences und
war Gründungsmitglied des Münchner Kompetenzzentrum Ethik. Grothe
leitete zudem einen DFG-Sonderforschungsbereich und ist Mitglied der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina und
Vorsitzender verschiedener Beiräte im nationalen und internationalen
akademischen Umfeld. Für sein vielfältiges Engagement für
Neurowissenschaften erhielt er 2010 das Bundesverdienstkreuz am
Bande.
Prof. Dr. Armin Nassehi ist seit 1998 Inhaber des Lehrstuhls für
Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der LMU. Seit 2023
ist er Vorsitzender des Senats der LMU sowie stellvertretender
Vorsitzender des Hochschulrats der LMU. Er ist Mitglied in
zahlreichen Gremien wie der Nationalen Akademie der Wissenschaften
Leopoldina und stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen
Ethikrats und Mitglied des Deutschen Ethikrats. Über die unmittelbare
wissenschaftliche Arbeit hinaus engagiert sich Nassehi zugleich als
Berater für Unternehmen, Politik und Verbände und betreibt eine
aktive öffentliche Wissenschaftskommunikation.
Prof. Dr. Francesca Biagini ist seit 2019 Vizepräsidentin für
Internationales und Diversity der LMU. Seit 2009 hat sie einen
Lehrstuhl für Angewandte Mathematik inne und leitete neun Jahre lang
das Mathematische Institut der LMU. Sie war von 2020 bis 2021 nicht
nur Präsidentin der Bachelier Finance Society, sondern auch Secretary
der SIAM Activity Group for Financial Mathematics and Engineering (
2017 bis 2019). Biagini wurde 2019 mit dem Preis der Prinzessin
Therese von Bayern ausgezeichnet. Seit 2019 ist sie Mitglied in
verschiedenen Kuratorien der Max-Planck-Gesellschaft.
Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick ist seit 2007
Lehrstuhlinhaberin am Institut für Vor- und Frühgeschichtliche
Archäologie und Provinzialrömische Archäologie. Sie leitet
verschiedene interdisziplinär ausgerichtete, durch Drittmittel
finanzierte Forschungsprojekte, ist unter anderem Mitglied der
Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie
Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften. Außerdem ist sie stellvertretende Vorsitzende der
Zentraldirektion des Deutschen Archäologischen Instituts. Metzner-
Nebelsick war zudem Mitglied des Fachkollegiums „Alte Kulturen“ der
DFG und stellvertretende Referentin der Abteilung
Altertumswissenschaften im Kuratorium des Österreichischen
Wissenschaftsfonds.
Die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten für die
Querschnittthemen der LMU
Dr. Philipp Ewald Baaske war bis Ende 2024 CEO des LMU-Spin-offs
NanoTemper Technologies und ist seither Executive Chairman in dessen
Aufsichtsrat. Das Unternehmen zählt zu den globalen Marktführern für
biophysikalische Messinstrumente. Baaske ist Alumnus des Center for
NanoScience und kooperierte mit diversen LMU-Fakultäten, unter
anderem dem Cluster for Nucleic Acid Therapeutics Munich. Baaske ist
Mitglied diverser Gremien – etwa seit 2019 im Bundeswirtschaftssenat
des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft oder in Advisory
Boards einzelner Unternehmen.
Prof. Julia Dittrich ist Digitalexpertin und bringt mehr als 15
Jahre Führungserfahrung aus der freien Wirtschaft mit. Sie leitete
große Transformationsprojekte in einem internationalen
Technologiekonzern sowie in Digital-Start-ups. Seit 2022 ist Dittrich
Professorin für E-Commerce und Digital Business am Campus Chiemgau
der TH Rosenheim, wo sie als Studiengangsleiterin und
Gründungsbeauftragte den Aufbau eines englischsprachigen Studiengangs
mit Fokus auf Digitalisierung, Entrepreneurship und Future Skills
verantwortet hat. Seit 2024 ist sie zudem Vertrauensdozentin der
Studienstiftung des deutschen Volkes an der TH Rosenheim.
Prof. Dr. Jochen Kuhn hat seit 2022 den Lehrstuhl für Didaktik
der Physik an der Fakultät für Physik der LMU inne. Zuvor war er als
Lehrer in Rheinland-Pfalz tätig und leitete schließlich als
Universitätsprofessor die Arbeitsgruppe Didaktik der Physik an der TU
Kaiserslautern. Seit 2016 war er dort auch wissenschaftlicher Leiter
der Qualitätsoffensive Lehrerausbildung (QLB) und trieb gemeinsam mit
Kollegen seit 2018 das immersive Quantified Learning Lab (iQL) am
Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) als
„Klassenzimmer der Zukunft“ voran. Kuhn ist bereits an diversen
interdisziplinären Initiativen beteiligt – wie dem
Sonderforschungsbereich für personalisiertes und simulationsbasiertes
Lernen SHARP oder den LMU-Exzellenzclustern ORIGINS und MCQST.
Beatrice Lugger ist Wissenschaftsjournalistin und Expertin für
Wissenschaftskommunikation. Lugger war 2015 bis 2024
Geschäftsführerin des Nationalen Instituts für
Wissenschaftskommunikation (NaWik), das sie seit 2012 als
stellvertretende wissenschaftliche Direktorin mit aufgebaut hat. Sie
ist Diplom-Chemikerin und ausgebildete Wissenschaftsjournalistin. Als
Expertin für Wissenschaftskommunikation ist sie in diversen Gremien
tätig – unter anderem als Steering Committee Member der #
FactoryWisskomm des BMFTR oder als Beirätin des AHA SciComm Hub
Bayern. Lugger hat als Sachverständige am Positionspapier
Wissenschaftskommunikation des Wissenschaftsrats mitgewirkt.
Dr. Christoph Mülke ist seit 2010 im Amt. Er war seit 1999 in
verschiedenen Funktionen für den Wissenschaftsrat in Köln tätig, so
als Persönlicher Referent des Vorsitzenden und des Generalsekretärs
und als Stellvertretender Leiter des Referates Studium, Lehre und
wissenschaftlicher Nachwuchs. 2005 wechselte er zunächst als Leiter
der Stabsstelle für Strategie und Entwicklung an die LMU. Von 2022
bis 2024 war Mülke Sprecher der Kanzlerinnen und Kanzler der
bayerischen Universitäten und Mitglied im Sprecherkreis der
bundesweiten Vereinigung der Universitätskanzlerinnen und -kanzler.
Zudem ist er unter anderem im Vorstand der Gesellschaft für
akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung und als Vertreter
der deutschen Universitäten in der General Assembly von Heads of
University Management & Administration Network in Europe aktiv.
Dr. Margit Weber ist seit fast zwei Jahrzehnten intensiv in die
Hochschulpolitik eingebunden und seit 2006
Universitätsfrauenbeauftragte der LMU. Für ihre Lehrleistung an der
LMU wurde sie 2002 mit dem Preis für gute Lehre ausgezeichnet. Sie
war Sprecherin der Landeskonferenz der Frauen- und
Gleichstellungsbeauftragten an Bayerischen Universitäten. 2008 wurde
mit ihrem Engagement ein bayerisches Programm zur Realisierung der
Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre bereitgestellt.
Webers LMU-interne Leistungen wie ihr hochschulpolitisches Engagement
trugen ihr diverse Auszeichnungen ein, insbesondere den Preis Pro
meritis scientiae et litterarum sowie das Bundesverdienstkreuz am
Bande.
Fotos zum Download finden Sie hier:
https://ots.de/GhZ9I8
In Kürze wird es neue Aufnahmen geben, die wir Ihnen unter diesem
Link zur Verfügung stellen.
Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
Die LMU ist eine der führenden Universitäten in Europa mit einer
über 500-jährigen Tradition. Sie bietet ein breites Spektrum aller
Wissensgebiete – die ideale Basis für hervorragende Forschung und ein
anspruchsvolles Lehrangebot. Es reicht von den Geistes- und Kultur-
über Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur
Medizin und den Naturwissenschaften. 20 Prozent der 52.000
Studierenden kommen aus dem Ausland – aus insgesamt 140 Nationen. Das
Know-how und die Kreativität der Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler bilden die Grundlage für die herausragende
Forschungsbilanz der Universität. Der Erfolg der LMU in allen drei
Phasen des Exzellenzwettbewerbs und die dauerhafte Förderung als
„Exzellenzuniversität“ dokumentieren eindrucksvoll die
Forschungsstärke der Münchener Universität. www.lmu.de