Wien (OTS) – „Immer mehr Familien wissen am Jahresende nicht mehr,
wie sie Miete
und Lebensmittel bezahlen sollen. Besonders hart trifft die Teuerung
Alleinerziehende: 77.000 Eltern in Wien kämpfen mit massiv steigenden
Preisen für Lebensmittel, Mieten und Energie. Für viele reicht das
Geld nicht mehr für das Nötigste“, warnt Barbara Neßler, Kinder- und
Familiensprecherin der Grünen.
„Alleinerziehende und ihre Kinder gehören zu den am stärksten
armutsgefährdeten Gruppen – und ausgerechnet bei ihnen kürzt die
Bundesregierung. Das ist sozial kalt und politisch
verantwortungslos“, kritisiert Neßler. Durch die Streichungen von
Klimabonus und automatischer Inflationsanpassung durch die Regierung
verlieren Familien hunderte Euro pro Jahr, eine Familie mit zwei
Kindern sogar über 1.000 Euro.
„Während Superreiche und Großkonzerne verschont bleiben, zahlen
Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Menschen mit geringem
Einkommen die Rechnung“, so Neßler und weiter: „Mit dieser
Sozialpolitik verabschiedet sich Andreas Babler endgültig von seinen
eigenen Versprechungen.“
„Dass die SPÖ den Menschen die automatische Anpassung der
Familienbeihilfe an die Inflation wieder weggenommen hat – eine
Verbesserung, die wir Grüne mühsam ausverhandelt haben – ist schon
schmerzhaft genug. Doch auch eine aktuelle Anfragebeantwortung zeigt:
Auch bei der Kindergrundsicherung fehlt der SPÖ jeder ernsthafte
Wille, sie endlich umzusetzen. Dabei könnte sie auf unseren fertigen
Vorarbeiten aufbauen. Alles liegt am Tisch – die SPÖ müsste nur den
Mut haben, es umzusetzen. Eine seit langem angekündigte Studie dazu
wurde bis heute noch nicht einmal beauftragt. So zeigt die SPÖ leider
klar: Der Kampf gegen Kinderarmut hat für die SPÖ keinen Vorrang –
und die Leidtragenden sind wieder einmal die Kinder und Familien“, so
Neßler.