Linz/ Wien (OTS) – Wieder einmal wurden von den Grünen Anträge zum
Thema Abtreibung in
den Nationalrat eingebracht. Die Frauenministerin (SPÖ) sprach sich
gleich dafür aus. Der Lebensschutzverein Jugend für das Leben fordert
nun von den konservativen Parteien Österreichs ein deutliches
Bekenntnis zum Schutz von Leben und Meinungsfreiheit.
Gefordert werden im Antrag u.a. die Streichung der
Fristenregelung aus dem Strafgesetzbuch, Kostenübernahme sowie
Zensurzonen um Abtreibungseinrichtungen. Jugend für das Leben sieht
sich nun erneut gezwungen, die Behauptung der grünen Frauensprecherin
Disoski zu berichtigen, eine Abtreibung wäre eine
Gesundheitsleistung. „Nur weil Ärzte Abtreibungen durchführen,
bedeutet das nicht, dass sie der Frauengesundheit dienen“, stellt
Leopold Stolberg, Vorsitzender der Jugend für das Leben, klar. „Eine
Abtreibung ist nicht eine bloße Gebärmutterausschabung. Eine
Schwangere ist nicht krank aufgrund ihrer Schwangerschaft. Eine
Abtreibung macht eine Frau nicht gesünder, sondern zur Mutter eines
getöteten Kindes.“ Daher wäre es ein Wahnsinn, Abtreibung einfach zu
legalisieren oder die Kosten dafür zu übernehmen.
Zwtl.: Frauenministerin diffamiert friedliche Lebensschützer
In vielen Städten wird vor Abtreibungspraxen von Christen
gebetet. Seitdem vor zwei Jahren Abtreibung am Landeskrankenhaus
Bregenz eingeführt wurde, werden auch dort mehrmals wöchentlich
Mahnwachen abgehalten. Frauenministerin Holzleitner hat in einem ZIB2
-Beitrag am 28. September den Betern Aggressionen gegen
Gesundheitspersonal und Frauen vorgeworfen – eine Lüge, stellt
Marlies Pal, Vorsitzende des organisierenden Verein Miriam , klar.
„Weder Patienten noch Personal noch Besucher werden am Zugang zum
Krankenhaus gehindert, niemand wird angesprochen; das wird auch von
der Landespolizeidirektion bestätigt. Die Abtreibungsbefürworter
haben keine Argumente, daher wird mit Diffamierung gearbeitet. Sie
sprechen nur für ihre Ideologie, sie sehen nicht die betroffenen
Frauen, die oft noch lange unter ihrer Abtreibung leiden.“
Zwtl.: Erwartet wird Bekenntnis zum Schutz des menschlichen Lebens
Der jugendliche Lebensschutzverein fordert nun insbesondere
Nationalräte der ÖVP und FPÖ auf, sich entschieden gegen Zensurzonen
und eine Entkriminalisierung der vorgeburtlichen Tötung
auszusprechen. Sogenannte „Schutzzonen“ sind absolut nicht mit der
Meinungsfreiheit vereinbar, wie auch der Vorarlberger Landeshauptmann
Wallner (ÖVP) in der Debatte 2023 um Zensurzonen beim Bregenzer LKH
klarstellte. „ÖVP und FPÖ sind offiziell dezidiert gegen eine
Liberalisierung der Abtreibungspolitik, und zwar mit handfesten
Begründungen. Jetzt mit den anderen Parteien mitzuschwimmen,
bedeutet, die eigenen Positionen zu delegitimieren. Gemeinsam haben
die beiden konservativen Parteien Österreichs die starke Mehrheit und
haben weiterhin zu verhindern, dass unsere jüngsten Mitmenschen
gänzlich vogelfrei werden“, betont Stolberg.