Wien (OTS) – Die Land&Forst Betriebe Österreich begrüßen, dass der
Waldfonds
erhalten bleibt und weiterhin mit Mitteln ausgestattet wird. Im
Rahmen des Resilienzpakets sind für die kommenden zwei Jahre 91
Millionen Euro vorgesehen. Damit setzt die Bundesregierung ein
wichtiges Signal für klimafitte Wälder, nachhaltige
Waldbewirtschaftung und die Zukunft des ländlichen Raums.
„ Der Erhalt des Waldfonds in der Höhe von 54 Millionen Euro ist
eine zentrale Entscheidung für Österreichs Wälder. Wir danken
Bundesminister Norbert Totschnig, dass er trotz der unberechtigten
Kritik der vergangenen Wochen die Bedeutung dieses Instruments klar
erkannt hat und sich für seine Absicherung eingesetzt hat. Gerade in
budgetär angespannten Zeiten ist es richtig, dort zu investieren, wo
langfristiger Nutzen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft entsteht
“, erklärt Präsident Konrad Mylius.
Waldfonds als Schlüsselinstrument für klimafitte Wälder
Der Waldfonds ist ein Schlüsselinstrument, um die heimischen
Wälder an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Trockenheit,
Borkenkäfer, Stürme und andere klimabedingte Schäden setzen
Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer zunehmend unter Druck.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Wald: Er liefert den
erneuerbaren Rohstoff Holz, bindet CO₂, sichert Biodiversität,
schützt Siedlungsräume und Infrastruktur und ist ein zentraler
Erholungsraum für die Bevölkerung.
„ Wer klimafitte Wälder will, braucht aktive Bewirtschaftung,
langfristige Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen. Der
Waldfonds ermöglicht genau das: Wiederbewaldung, Waldpflege,
Schutzwaldmaßnahmen, Biodiversität und den Umbau hin zu
standortangepassten, widerstandsfähigen Wäldern “, so Mylius.
Entlastungen rasch und treffsicher umsetzen
Neben dem Waldfonds ist die Senkung der Lohnnebenkosten ein
wichtiges Signal. Besonders hervorzuheben ist zudem, dass keine
Erbschafts- und Vermögenssteuern vorgesehen sind. Gerade für land-
und forstwirtschaftliche Betriebe, die in Generationen denken und
wirtschaften, ist das ein wichtiges Zeichen für Eigentum,
Investitionen und Betriebsübergaben.
GAP braucht langfristige Planungssicherheit
Positiv ist, dass im Doppelbudget 3 Milliarden Euro an GAP-
Mitteln abgesichert werden. Damit wird im nationalen Budget ein
wichtiges Signal für Planungssicherheit, Versorgungssicherheit und
nachhaltige Bewirtschaftung gesetzt.
Mit Blick auf den kommenden mehrjährigen Finanzrahmen der
Europäischen Union bleibt jedoch klar: Entscheidungen auf EU-Ebene
werden künftig auch Auswirkungen auf das österreichische Budget und
die nationale Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik haben. Die
Land&Forst Betriebe Österreich fordern die EU-Kommission daher
weiterhin auf, ihren Vorschlag zur künftigen Finanzierung der GAP
grundlegend zu überdenken. Die GAP braucht auch künftig einen festen
Platz im EU-Budget, eine eigene Budgetlinie und klare Regeln. Nur so
bleiben Verlässlichkeit, Transparenz und fairer Wettbewerb für land-
und forstwirtschaftliche Betriebe in Europa gesichert.
Mehr Mut zu Reformen notwendig
Kritisch sehen die Land&Forst Betriebe Österreich, dass große
strukturelle Reformen weiterhin fehlen. Eine nachhaltige
Budgetpolitik braucht nicht nur punktuelle Einsparungen und
Entlastungen, sondern echte Reformen, die Verwaltung vereinfachen,
Betriebe entlasten und langfristige Investitionen ermöglichen.