Korosec @ Sozialministerium: Absage Innovationsfonds 2026 ist unsozial

Wien (OTS) – Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec kritisiert die
Absage des für
2026 angekündigten Innovationsfonds in der Höhe von 50 Mio EUR durch
das Sozialministerium: „Schon wieder wird ein Versprechen gebrochen.
Das ist unsozial. Gerade in der Pflege, die seit Jahren unter
massivem Druck steht, braucht es Verlässlichkeit – und keine neuen
Enttäuschungen.“ Die zusätzlichen Mittel wurden im Regierungsprogramm
angekündigt und im Finanzausgleich dafür reserviert.

Für Korosec wäre das Geld dringend notwendig, um die
Digitalisierung in der Pflege nachhaltig voranzutreiben, damit das
Pflegepersonal von Bürokratie entlastet werden kann und mehr Zeit für
die Pflegebedürftigen hätte. Auch die bevorstehende Anbindung an ELGA
bringt neuen und zusätzlichen Aufwand, der ohne diese Mittel schwer
umzusetzen sei.

Pflege sei kein Randthema, sondern eine der größten sozialen
Herausforderungen der kommenden Jahre. „Wir wissen, dass der
Pflegebedarf steigt, dass Personal fehlt und dass Pflegekräfte
dringend entlastet werden müssen. Digitalisierung ist dabei kein
Luxus, sondern ein notwendiges Instrument, um Zeit für Menschen statt
für Papierarbeit zu schaffen“ , so Korosec.

Besonders schwer wiege, dass mit der Absage wertvolle Zeit
verloren gehe. Korosec: „Wer heute bei der Pflege spart oder Zusagen
nicht einhält, verschiebt die Probleme nur – und macht sie morgen
größer und teurer. Leidtragende sind die Pflegebedürftigen, ihre
Angehörigen und die Beschäftigten im System.“

Korosec fordert daher ein klares Umdenken: „Pflege braucht
Planungssicherheit, langfristige Finanzierung und politische
Verlässlichkeit. Gerade hier darf der Staat sein Wort nicht brechen.“