Wien (OTS) – Trotz neuer Pläne und ambitionierter Zielvorgaben
verschärft sich die
Situation in Spitälern und Ambulanzen weiter – mit teils
gesundheitsgefährdenden Folgen. Für Gemeinderätin Ingrid Korosec und
Gemeinderat Michael Gorlitzer ist klar, dass die SPÖ-Neos-
Stadtregierung ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Sicherstellung
qualitätsvoller, effizienter und bedarfsgerechter medizinischer
Leistungen nicht nachkommt.
Zwtl.: Planung ohne Personal, Versprechen ohne Umsetzung
Korosec erinnert daran, dass bereits frühere Ankündigungen
unerfüllt geblieben sind: „Wir begrüßen die ambitionierten Ziele die
sich der Gesundheitsstadtrat gesetzt hat. In der Vergangenheit wurde
jedoch auch schon viel versprochen: Digitalisierung,
Primärversorgungseinheiten, Lösung des Personalproblems. Passiert ist
aber jahrelang praktisch nichts. Und nun sollen wir glauben, dass der
massive Ausbau bis 2030 realistisch erreichbar ist?“ Besonders
kritisch sieht Korosec die strukturellen Voraussetzungen: „Wie soll
der Plan von Stadtrat Hacker umgesetzt werden, wenn schon heute im
Wiener Gesundheitsverbund hunderte Pflegekräfte fehlen und
Operationskapazitäten ungenutzt bleiben, weil schlicht das Personal
dafür fehlt? Hier wird das Wohl der Patientinnen und Patienten
riskiert!“
Zwtl.: Bettenschließungen trotz steigender Patientenzahlen
Gemeinderat Michael Gorlitzer kritisiert die geplanten
Reduktionen besonders scharf: „1.199 Betten sind derzeit gesperrt,
800 sollen definitiv abgebaut werden – und dass bei steigenden
Patientenzahlen und einer immer älter werdenden Bevölkerung. Das ist
keine Planung, das ist organisiertes Chaos.“ Der Abbau betreffe
besonders effiziente und spezialisierte Einrichtungen:
„Spezialisierte orthopädische Kliniken wie Speising oder Herz-Jesu
werden halbiert – obwohl sie jeden zweiten orthopädischen Patienten
in Wien versorgen. Effizienz wird in Wien nicht gefördert, sie wird
bestraft.“
Zwtl.: Zwei-Klassen-Medizin verstärkt sich
Gorlitzer verweist zudem auf die Folgen dieser Politik: „Während
Betten gesperrt und Operationen verschoben werden, boomt die
Privatmedizin. Wer es sich leisten kann, geht privat – wer nicht,
wartet. Das ist die Zwei-Klassen-Medizin, die die SPÖ-Neos-
Stadtregierung aktiv produziert.“
Zwtl.: Wien braucht Umsetzung statt Ankündigungen
Abschließend betonen Korosec und Gorlitzer gemeinsam: „Die SPÖ-
Neos-Stadtregierung ist verpflichtet, eine qualitätsvolle, effiziente
und patientenorientierte Versorgung sicherzustellen. Genau das
passiert derzeit nicht. Die rot pinke Stadtregierung muss endlich
aufhören, Gesundheitsversorgung als Ankündigungsfläche zu behandeln.
Wien braucht realistische Pläne, ehrliche Kostenangaben, ausreichend
Personal und eine klare Strategie. Die Wienerinnen und Wiener haben
Anspruch auf ein System, das trägt – und nicht auf eines, das unter
den eigenen Versprechen zusammenbricht.“