Wien (OTS) – „Die nun erzielte Einigung, dass das KZ-Mahnmal
weiterhin im Zentrum
von Laakirchen bestehen bleibt, ist ein bedeutender und richtiger
Schritt. Gerade im öffentlichen Raum muss die Erinnerung an die Opfer
des Nationalsozialismus sichtbar verankert sein und darf nicht an den
Rand gedrängt werden“, sagt Lukas Hammer, gedenkpolitischer Sprecher
der Grünen, und weiter: „Dass sich Gemeinde und Opferverbände auf
einen gemeinsamen Weg verständigt haben, zeigt, wie wesentlich Dialog
und Sensibilität im Umgang mit Gedenkorten sind.“
Das Mahnmal soll nur im Konsens verändert werden, und es werden
Standorte im unmittelbaren Bereich des Alten Rathauses geprüft. Damit
bleibt das Gedenken dort präsent, wo das gesellschaftliche Leben
stattfindet.
„Erinnerungskultur ist keine Frage der Platzgestaltung, sondern
eine demokratische Verpflichtung. Gedenkorte erinnern uns täglich an
die Verantwortung, Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus
entschieden entgegenzutreten“, meint Hammer und hält fest: „Jetzt
gilt es, die gefundene Vereinbarung konsequent umzusetzen und
gemeinsam mit den Opferverbänden eine würdige, dauerhaft sichtbare
Lösung sicherzustellen. Eine solche Einigung stärkt nicht nur das
lokale Gedenken, sondern sendet ein wichtiges Signal weit über
Laakirchen hinaus.“