FPÖ – Schuch-Gubik: „Eltern müssen entscheiden, nicht der Staat!“

Wien (OTS) – Im Zuge der heutigen Nationalratsdebatte zur Novelle des
Bildungsinvestitionsgesetzes, die den weiteren Ausbau ganztägiger
Schulformen forciert, übte FPÖ-NAbg. Lisa Schuch-Gubik scharfe Kritik
am Vorhaben der Einheitspartei. Dieses sei ein weiterer Schritt zur
Zersetzung des Familienlebens und zur ideologischen Umerziehung von
Kindern.

Für Schuch-Gubik sei das Ziel hinter dem Ausbau klar: „Wenn
Eltern keine Zeit mehr für ihre Kinder haben, dann wird es ganz
einfach möglich, Kindern jede gewünschte Ideologie einzureden. Dann
kann man Kindern schnell einreden, dass es mehr als zwei Geschlechter
gibt. Dass ein Geschlecht etwas ist, das ich mir tagtäglich aussuchen
kann. Dass Tradition etwas Rückständiges ist, dass Heimatliebe etwas
Böses ist“, warnte die Abgeordnete. Ein müdes Kind am Abend aus der
Schule abzuholen, lasse kaum noch Zeit für Gespräche, Nähe und
elterlichen Einfluss.

Das System treffe aber nicht nur Kinder, sondern vor allem auch
Frauen und Mütter. Ihnen werde suggeriert, Mutterschaft sei ein
„lästiges Hindernis“. „Frauen wird tagtäglich eingeredet, dass sie
nur etwas wert sind, wenn sie so schnell wie möglich in den Job
zurückkehren. Aber hat man eigentlich Frauen gefragt, was sie
wirklich wollen? Hat man sie gefragt, ob sie ihre Kinder schon mit
wenigen Monaten abgeben möchten?“, fragte Schuch-Gubik. Das
Muttersein werde „schlecht geredet, abgewertet und als Rückstand
verkauft“.

Der Staat dränge sich immer mehr in die Erziehung und verdränge
die Eltern. „Kinder, die ihre ersten Schritte im Kindergarten machen,
ihre ersten Worte im Kindergarten sprechen und dann geht es weiter.
Ganztagsschule von früh bis spät. Ein Leben in Betreuung, ein
Aufwachsen in einem System, in dem die Familie immer weiter
zurückgedrängt wird“, so Schuch-Gubik. Das Kalkül dahinter sei
offensichtlich: „Damit der Staat erzieht, prägt und formt. Nicht Mama
und Papa!“

Die FPÖ-Abgeordnete warnte eindringlich davor, dass die
angebliche Freiwilligkeit bald einem Zwang weichen könnte: „Was uns
heute noch als Fortschritt, als Entlastung für die Frau als
freiwillig verkauft wird, kann morgen schon durch Druck, Anreize und
Kürzungen ganz, ganz schnell zur Pflicht werden. Und genau davor
warnen wir entschieden.“ Abschließend stellte Schuch-Gubik klar:
„Eltern müssen entscheiden, nicht der Staat und nicht die
Ministerien. Familie ist kein Auslaufmodell. Eltern und Kinder sind
keine Störfaktoren. Und Mutter sein ist kein Makel, sondern das
Schönste auf der ganzen Welt!“