Wien (OTS) – Der Grenzlandchor Arnoldstein geht nach fast acht
Jahrzehnten auf
große Abschiedstour. Die neue „Erlebnis Österreich“-Dokumentation
„Grenzlandchor Arnoldstein – Eine Legende verstummt“ aus dem ORF-
Landesstudio Kärnten zeigt die Höhepunkte des letzten Konzerts,
erzählt die bewegte Geschichte des Chores und würdigt das Lebenswerk
von Gründerin Gretl Komposch. Mit Zeitzeugen, Wegbegleitern und den
bekanntesten Liedern des Chores erleben die Zuseherinnen und Zuseher
ein Stück Kärntner Musikgeschichte – emotional, mitreißend und
unvergessen. Zu sehen am Sonntag, dem 25. Jänner 2026, um 16.30 Uhr
in ORF 2 und auf ORF ON.
Gretl Komposch formt kurz nach dem Krieg 1947 einen gemischten
Chor, den sie Grenzlandchor Arnoldstein nennt. Am Schnittpunkt dreier
Kulturen – zwischen Kärnten, Italien und Slowenien (damals
Jugoslawien) – wird mit viel Engagement und Leidenschaft gesungen.
Die Musik berührt im Handumdrehen die Herzen der Menschen, und aus
der bunt zusammengewürfelten Truppe entsteht rasch einer der
bekanntesten Chöre des Landes.
Unterwegs als singender Botschafter Kärntens wird der Chor aus
Arnoldstein zum klingenden Kulturvermittler und singt auf allen
Kontinenten. In Erinnerung geblieben sind Konzerte in Südafrika,
Südamerika, Australien oder in der legendären Royal Albert Hall in
London. Einen weiteren Karriereschub bringt die enge Freundschaft mit
Entertainer-Legende Heinz Conrads, durch die der Grenzlandchor zum
Stammgast in großen Fernsehshows wird. Über Jahrzehnte hinweg haben
auch Franz Mörtl, Petra Schnabl-Kuglitsch und zuletzt die Tochter der
Gründerin, Hedi Preissegger, den Chor geleitet. Nach 78 Jahren ist
Ende November 2025, bei einem tränenreichen Abschiedskonzert,
Schluss: Fehlender Nachwuchs sowie Krankheiten und Ausfälle innerhalb
des Chors haben zu dieser Entscheidung geführt. Man wolle glanzvoll
abtreten und den großen Namen „Grenzlandchor Arnoldstein“ als Mythos
bewahren, auch um das Lebenswerk von Gretl Komposch würdig zu
vollenden.
Die Dokumentation zeigt Ausschnitte des letzten Konzerts auf
großer Bühne und beleuchtet die bewegte Geschichte mit Zeitzeugen und
Wegbegleitern. Zu hören sind auch die bekanntesten Lieder des
Grenzlandchors.
ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard: „Der Grenzlandchor
Arnoldstein steht beispielhaft für die verbindende Kraft der Musik
und für ein lebendiges kulturelles Erbe Kärntens. Die Dokumentation
macht sichtbar, wie stark gemeinsames Singen Menschen über
Generationen hinweg prägen und verbinden kann. Das Landesstudio
Kärnten sieht es als seine Aufgabe, solchen bedeutenden kulturellen
Leistungen Raum zu geben und sie für die Zukunft zu bewahren.“