Wien (OTS) – Oesterreichs Energie, die Stimme der österreichischen
E-Wirtschaft,
begrüßt die Einigung von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden im
Rahmen der Reformpartnerschaft. Das Ziel, strukturelle Reformen
umzusetzen und einfacher, schneller und digitaler zu werden, stärkt
den Standort und schafft wichtige Grundlagen für eine sichere,
saubere und leistbare Energiezukunft.
„Die gestrige Einigung ist ein wichtiges Signal: Die
Energiezukunft Österreichs ist Teamarbeit – aber sie braucht auch
klare Zuständigkeiten und verbindliche Entscheidungen. Gerade bei
Netzen, Speichern und Erzeugungsanlagen muss es schneller gehen. Wer
Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Unabhängigkeit will, muss
Projekte rascher vom Plan auf die Baustelle bringen“, sagt
Oesterreichs Energie Präsident Michael Baminger.
Insbesondere die geplante Neuordnung der Kompetenzen im
Energiebereich bewertet die E-Wirtschaft positiv. Wo besondere
Mehrheitserfordernisse dringend notwendige Reformen erschweren,
können mit noch klareren Zuständigkeiten Entscheidungen rascher und
einfacher getroffen werden. Gleichzeitig hält die Branchenvertretung
fest, dass zentrale Weichenstellungen in der Energiepolitik auch
künftig breit abgestimmt und langfristig tragfähig sein müssen.
Transformation braucht klare Strukturen
„Die Reformpartnerschaft setzt an den richtigen Punkten an: bei
Netzen, Verfahren, Zuständigkeiten und Kosten. Genau dort entscheidet
sich, ob die Transformation des Energiesystems in Österreich gelingt
– oder durch ein dichtes Geflecht an Zuständigkeiten gebremst wird“,
sagt Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.
Für die E-Wirtschaft ist dabei entscheidend, dass die
angekündigten Reformen systemisch gedacht werden. Die Dämpfung der
Netzkosten etwa ist wichtig und richtig, darf aber nicht zulasten des
notwendigen Ausbaus des Stromsystems gehen. Entscheidende Hebel dabei
sind die bessere Integration von Verbrauchern und Erzeugern, die
bestmögliche Nutzung bestehender Kapazitäten, Digitalisierung und
eine integrierte Planung von Erzeugung, Netzen, Speichern und
Verbrauch.
Die österreichischen Netzbetreiber arbeiten bereits heute eng
zusammen und nutzen laufend Effizienzpotenziale. Nun komme es darauf
an, die angekündigten Maßnahmen so umzusetzen, dass sie Klarheit
schaffen, Verfahren beschleunigen und die Versorgungssicherheit
stärken.
E-Wirtschaft fordert rot-weiß-rote Energiepolitik
Oesterreichs Energie fordert daher weiterhin klare Entscheidungen und
verlässliche Rahmenbedingungen. „Österreich braucht einen rot-weiß-
roten Schulterschluss für die Energiezukunft: klare Zuständigkeiten,
mehr Tempo bei der Umsetzung und raschere Verfahren für heimische
Erzeugung, Netze und Speicher. Nur so stärken wir unsere
Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Unabhängigkeit“, so Baminger.
„Die Transformation des Energiesystems ist auch Standortpolitik“,
betont Schmidt abschließend. „Sie entscheidet darüber, ob Österreich
Betriebe und Haushalte langfristig sicher, sauber und leistbar mit
Energie versorgen kann. Wer heimische Erzeugung, Netze, Speicher und
Flexibilität ausbaut, stärkt nicht nur die Versorgungssicherheit,
sondern auch Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit
des Landes“.
Nun kommt es darauf an, die Einigung rasch mit konkreten Inhalten
zu füllen – dafür steht die E-Wirtschaft bereit. Denn noch ist die
konkrete Ausgestaltung der heute präsentierten Einigung in vielen
Bereichen offen – diese Details müssen nun geklärt werden. Aus Sicht
der Branche braucht es möglichst schnell Klarheit, welche Maßnahmen
wann umgesetzt werden, wie Zuständigkeiten künftig geregelt sind und
wie die angekündigten Vereinfachungen in der Praxis wirken.