„dokFilm“-Premiere „John Lennons geheime Liebe: May Pang“ zum 85. Geburtstag der Musiklegende

Wien (OTS) – Die US-Chinesin May Pang war gerade Anfang 20, als Yoko
Ono sie als
persönliche Assistentin für sich und ihren Mann John Lennon
einstellte. Bald verwendete Yoko May als Schachfigur in ihrem Plan,
John zu überwachen, und orchestrierte eine Beziehung zwischen den
beiden. Doch zu ihrer Überraschung entwickelte sich eine echte
Liebesbeziehung zwischen der naiven, aber zielstrebigen May und dem
ehemaligen Beatles-Star. Während dieser 18-monatigen Liaison half die
junge Frau John dabei, sich mit seinem entfremdeten Sohn Julian
wieder zu vereinen und nahm an seiner künstlerischsten und
produktivsten Zeit nach den Beatles intensiv teil. Der „dokFilm“ am
Sonntag, dem 5. Oktober 2025, um 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
präsentiert mit der Produktion „John Lennons geheime Liebe: May Pang“
eine zutiefst emotionale Reise und gibt Einblicke hinter die Kulissen
der Musikszene der 1970er Jahre sowie in die dysfunktionale Ehe von
John Lennon und Yoko Ono. Der Film erzählt außerdem von den Dämonen
eines musikalischen Genies, den USA im politischen Umbruch und von
sich radikal wandelnden Moralvorstellungen. Am 9. Oktober jährt sich
John Lennons Geburtstag zum 85. Mal, am 8. Dezember vor 45 Jahren
wurde er vor seinem New Yorker Wohnhaus, dem Dakota Building,
ermordet.

Mehr zum Inhalt der Dokumentation

„Give peace a chance“, „Imagine all the people livin’ life in
peace.“ Dem Frieden eine Chance geben, die Hoffnung, alle Menschen
mögen in friedlicher Koexistenz leben – eine Sehnsucht, die heute
wohl brennender ist als in den vergangenen Jahrzehnten. Zu Papier
gebracht und auf Tonträgern verewigt hat diese Zeilen John Lennon.
Von Fans wurden Lennon und seine Ehefrau Yoko Ono in den Rang
Popheiliger gehievt, die ihre Liebe publikumswirksam zelebrierten.
Dass das Ehepaar jedoch eine dysfunktionale Beziehung führte, in der
Yoko die Fäden zog, ist weniger bekannt.
In der Dokumentation von Eva Brandstein, Richard Kaufman und Stuart
Samuels erzählt May Pang unverblümt von ihrer 18 Monate währenden
Liebesgeschichte, die jäh und bitter endete. Einer der ersten Jobs,
den die junge Frau für Lennon/Ono erledigen musste: Fliegen fangen im
Winter. Denn im Experimentalfilm „Fly“ des Power-Paares landet eine
Fliege auf dem nackten Fuß einer weiblichen Leiche – dargestellt von
einer Heroinabhängigen im Drogenrausch. Mit der Zeit wurden die
Anforderungen an die junge US-Chinesin anspruchsvoller: Yoko Ono
nötigte sie, jeden Kontakt Julian Lennons, Johns damals achtjährigem
Sohn aus erster Ehe, zu hintertreiben. Als ihre Beziehung zu kriseln
begann, verlangte Yoko Ono von May Pang, mit Lennon eine Affäre
einzugehen – wiewohl eine, die sie unter Kontrolle halten könnte.
Doch Gefühle lassen sich keinem Diktat unterwerfen. So verliebte sich
die anfangs zurückhaltende, von Skrupeln geplagte May Hals über Kopf.
Und ihre Gefühle wurden erwidert. Im Film erinnern sich May und
andere Weggefährten an diese Zeit als die stabilste, glücklichste und
produktivste in John Lennons Leben. Das Musikgenie hatte zwar
weiterhin mit Alkohol- und Drogenmissbrauch zu kämpfen, konnte dies
aber schließlich überwinden. Er kooperierte mit Stars wie Elton John
und David Bowie und näherte sich auch wieder seinen ehemaligen
Kollegen von den Beatles an und feierte musikalische Erfolge. Doch
besonders wichtig ist, dass er unter dem Einfluss von May wieder
einen engen Kontakt zu seinem Sohn aufbaute. Julian und May sind
einander bis heute eng verbunden. Die harmonische Beziehung von John
und May endete, als er 1975 überraschend von Yoko zurückgefordert
wurde und die Ehe – scheinbar bruchlos – wiederaufnahm. May war
schwer getroffen, doch blieb sie mit Lennon bis zu seiner Ermordung
verbunden.